Vor den Toren Europas – Veranstaltungen zur Flüchtlingspolitik

Unsere gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Vor den Toren Europas“ steht. In toller Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen, Jugend Rettet e.V., der Juso-HSG Göttingen, der Initiative Willkommen Flüchtlinge am Klausberg e.V, Our House #OM10, dem Refugee Network Göttingen und dem Lampedusa-Bündnis Göttingen ist ein spannendes Programm entstanden zu dem wir euch alle recht herzlich einladen. Alle Veranstaltungen sind natürlich kostenlos.

Zu den Veranstaltungen samt Details auf Facebook:
26.04. Flucht nach Europa: Fotovortrag mit Erik Marquardt
08.05. Diktatoren als Türsteher Europas: Lesung mit Christian Jakob
16.05. Hotspots auf den griechischen Inseln. Berichte und Diskussion
30.05. Asyland – Film & Diskussion

Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee heute vor 73 Jahren wollen wir den Opfern gedenken und zugleich an die damalige Mitverantwortung unserer Universität und ihrer damaligen Studierenden erinnern.

Der Großteil der Göttinger Studierendenschaft unterstützte das NS-Regime. Schon 1931 erlangte der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund eine Mehrheit bei den Wahlen zur studentischen Vertretung. Und auch die Universitätsleitung selbst beteiligte sich an Entrechtung, Demütigung und Verfolgung.

Bereits im Wintersemester 1932/1933 wurden 238 vor allem jüdische Professoren und Dozierende entlassen. In nachweislich 79 Fällen hat die Uni Göttingen ihren Absolvent*innen Doktortitel aus politischen und rassistischen Gründen aberkannt. Ausgehend von Lehrstühlen wie „Rassenhygiene“ und „Volkskunde“ konnten sich die menschenverachtenden Thesen der Nazis schließlich auch auf „Erkenntnisse“ der weitestgehend linientreuen Göttinger Wissenschaft berufen.

In Zeiten eines spürbaren gesellschaftlichen Rechtsrucks möchten wir dazu aufrufen, Zivilcourage zu zeigen und aktiv auf Prozesse in unserer Gesellschaft einzuwirken, sei es bei (Gegen-)Demos, in euren Lehrveranstaltungen und überall sonst.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“

- Primo Levi (ital. Schriftsteller und Überlebender des Holocaust)

Einen groben Überblick der NS-Geschichte der Uni Göttingen liefert diese Homepage.

Das ist noch nicht das Ende der Geschichte!

Ja, das schmerzt für den Moment! Zwei Jahre linke AStA-Koalition unter unserer Beteiligung sind wohl vorbei.

Wisst ihr wieso wir trotzdem stolz sind? Weil wir in den letzten beiden Jahren einiges rocken konnten. Weil wir viel Zuspruch für unsere Arbeit erhielten. Weil uns Gedanken an Nachtwachen auf der Bühne von zwei festival contre le racisme Göttingen und unzählige weitere gemeinsame Erlebnisse auch jetzt ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Weil wir unsere Sitze halten und unsere Stimmen nicht mit Waffeln, Falschmeldungen oder einer personalisierten Hetzkampagne erkauften. Weil unzählige AStA-Stoffbeutel noch davon kunden werden, während auf künftigen Hochglanz-Plakaten grenzwertiger Veranstaltungen ein ödes neues blaues AStA-Logo prangen wird. Weil wir nicht nur bald wieder da sind, sondern einfach nicht verschwinden werden. Rechter AStA, we are watching you!

Als AStA haben wir euch die Ergebnisse hier auf dieser Homepage zusammengetragen.


Die offiziellen Wahlergebnisse sind außerdem hier auf der Homepgae der Uni einsehbar.

Das stud. Campusfernsehen univision war bei der Bekanngabe der Wahlergebnisse anwesend. Neben anderen Hochschulgruppen, kommentierten auch wir den Wahlausgang.

Uniwahlen & Urabstimmungen vom 16.01. bis 18.01.2018

Durch bunte Plakate, Kugelschreiber und allerlei Leckereien werden die Hochschulgruppen wieder um eure Gunst werben, damit ihr fleißig eure Kreuzchen setzt. Wie jedes Jahr findet da gerne mal ein verdecktes Tauschangebot statt: Waffeln gegen Stimmen. Durch (meist kulinarische) Angebote soll die politische Meinungsbildung abgekürzt werden: Politische Inhalte treten bei politischen Wahlen in den Hintergrund. Ist ja auch ganz praktisch, so müsst ihr euch keine Gedanken darum machen, wie unsere Uni aussehen soll, welche Interessen der zukünftige AStA für euch vertreten soll, wie die Wohnraumproblematik gelöst werden kann oder wie frei und selbstbestimmt ihr an dieser Universität studieren wollt.

Wie? Diese Fragen brennen euch aber doch unter den Nägeln? Ihr wollt, dass sich eure studentische Interessenvertretung auch, aber eben nicht auschließlich mit Serviceangeboten wie der Erstibetreuung oder den Semestertickets, sondern auch kritisch mit den Strukturen der Universität und Gesellschaft beschäftigt? Dann seid ihr hier genau richtig.

Kompakt haben wir unsere Inhalte und Forderungen in unserem Kurzwahlprogramm aufbereitet. Ausführlichere Infos uns spannende Artikel gibt es zudem in unserer aktuellen Grünphase.

Bei den letzten Wahlen im Januar 2017 haben übrigens 9727 Studis von ihrem Wahlrecht gebraucht gemacht. Leider entsprach dies einer Wahlbeteiligung von mageren 31,5%. Sagt also all euren Freund*innen Bescheid und stärkt die demokratische Legitimation der studentischen und akademischen Selbstverwaltung an unserer Uni. Jede einzelne Stimme hilft, die von vor Jahrzehnten von Studierenden hart erkämpften Mitbestimmungsrechte auch noch gegenwärtig mit Leben zu füllen!

Anpacken statt Waffeln backen!

Eines unserer Kernanliegen als GHG ist das AStA-Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit, dessen Einrichtung wir, wie im Vorjahr, auch diese Legislatur erneut durchgesetzt haben. Statt uns dabei Posten hin und her zu schieben, haben wir das Referat bewusst für alle interessierten Studis und deren Ideen geöffnet. Zu Beginn jedes Semesters gab es Einstiegsabende, die Tür zum wöchentlich stattfindenden Plenum steht allen stets Mittwoch 19 Uhr im AStA-Gebäude weit offen. Parallel zu direkten Verhandlungen mit den jeweiligen Uni-Institutionen, bspw. zu Recyclingpapier, Campusbegrünung, Mensa-Essen, Mehrweg-Becher oder Fleisch aus artgerechter Haltung, leisten wir im Öko-Referat durch zahlreiche Veranstaltungen aktive Bildungsarbeit. Egal ob Filmvorführungen, Vorträge, Führungen oder Podiumsdiskussion, die Veranstaltung sind allen kostenfrei zugänglich und werden es – ganz nach unserem Credo – auch immer sein.

Statt im Wahlkampf mit Waffeln und Bockwurst, glänzen wir mit unserer Motivation das ganze Jahr über. So verwundert es auch nicht, dass allein das Öko-Referat mit 23 Veranstaltungen mehr Events organisierte, als der letzte konservative AStA von ADF und RCDS insgesamt. Durch uns konnten die Göttinger Klimaschutztage in Form eines Workshops und einer Podiumsdiskussion zu uns auf den Campus geholt werden – und Universität und außeruniversitäre Akteur*innen dadurch direkt in Verbindung treten. Ausflüge bis ins Gewächshaus für Tropische Nutzpflanzen nach Witzenhausen oder zu den Göttinger Entsorgungsbetrieben verstärkten diesen Austausch ebenso. In Kooperation mit Gruppen wie Viva con Agua oder Foodsharing haben wir Vortragsreihen organisiert. Auf den Bildschirmen in den Mensen liefen Info-Folien zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Neben eines monatlich veröffentlichten Saisonkalenders haben wir 5000 Aufkleber gegen unerwünschte Briefkasten-Werbung in den ÖkoTex-zertifizierten Stoffbeuteln an alle Erstis verteilt, die sich zudem in zwei ökologischen Stadtrundgängen interessante Orte der Stadt zeigen lassen konnten.

Eine Übersicht der in diesem Jahr vom Öko-Referat durchgeführten Veranstaltungen:
26.04. Vorstellungsabend des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit
18.05. Let’s make money – Film & Vortrag
09.06. Ausflug: Essbare Pflanzen
11.06. Workshop: Leben ohne Plastik?
16.06. Führung: Gewächshaus tropische Nutzpflanzen Witzenhausen
22.06. Film: También la lluvia – Und dann der Regen
24.06. Ausflug: Essbare Pflanzen
26.06. Film: Bottled Life mit VcA Göttingen
27.06. Film: Beyond the red lines
29.06. Film+Diskussion: Watermark mit Dr. Steffen Möller
04.07. Wo kommt das hin, was wir wegwerfen
13.07. Wasser, Wissen, Werte – Globales Lernen auf lokaler Ebene
09.11. „Tomorrow“ & Vorstellung Studium Oecologicum
14.11. Film „Just eat it“ (OmU). Movie & discussion
15.11. Kekse aus geretteten Lebensmitteln
15.11. Einstiegsabend des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit
16.11. Containern – ist doch (l)egal?
23.11. Lebensmittelretten – Die Geschichte von Foodsharing
27.11. Klimawandel – Wege zu politischem Engagement
28.11. Podiumsdiskussion – Wie dem Klimawandel begegnen?
04.12. Waldbesetzung im Hambacher Forst
14.12. Kreuzfahrtschiffe (k)entern! Gegen Ausbeutung & Klimawandel
18.12. Film: How To Change The World