YEAH! Recyclingpapier kommt!


Die Arbeit des AStA-Ökoreferats, unzählige Treffen mit den zuständigen Stellen und unser Antrag im Studierendenparlament führten endlich zum Erfolg!
Zu 100% wird StudIT fortan Recyclingpapier an den Druckern auf dem Campus verwenden. Dies betrifft bspw. die Geräte im ZHG, im KWZ, der Geo, des VG, im Waldweg und den Bibliotheken im Uniklinikum und im Oeconomicum. Wir hoffen schon bald auch Erfolge für die Zentralbibliothek und der Uni-Verwaltung vermelden zu können.
Bereits im Februar wurde der zweiseitige Druck zur automatischen Standardeinstellung, wodurch der Anteil von doppelseitigen Kopien von vormals 34% auf aktuell 66% fast verdoppelt werden konnte. Die nun erfolgte Einführung von zertifiziertem Recyclingpapier ist ein weiterer Schritt in unserem Bestreben für eine nachhaltigere Uni!

Die GHG im AStA – Was hat sich seit den Hochschulwahlen getan?

Inhalte schlagen Waffeln
Wahlkampf. Wochenlang drehte sich alles um dieses Thema. Die Hochschulgruppen hatten ihre Stände im ZHG aufgebaut und waren bemüht, mit allen Mitteln die Gunst der Wähler*innen für sich zu gewinnen. Andere Gruppen schufen zu diesem Zweck hauptsächlich Konsumangebote, gegen die wir mit unseren Inhalten ankommen wollten. Nach Tagen voller Trubel, Waffelgeruch und Informationsflut war von allen Seiten sowohl die Anspannung als auch die Erschöpfung zu spüren, sodass alle erleichtert waren, dass der Wahlkampf vorbei war.
Die Spannung war bis ins Unermessliche gestiegen und zur Überraschung aller, änderte die Bekanntgabe des Ergebnisses daran nichts. Die Sitze im Studierendenparlament waren gleichmäßig zwischen dem konservativen Lager (ADF 21, RCDS 10) und dem links-allgemeinpolitischen Lager (GHG 13, Juso-HSG 13, BGL 2, Die PARTEI 2, SRK 1) verteilt. Außerdem hatte die neue Hochschulgruppe Nerdcampus (mittlerweile Nordcampus) einen Sitz bekommen.

Langer Weg zu einem neuen linken AStA
Die Koalitionsverhandlungen zogen sich in die Länge. Es gab viele Treffen zwischen den verschiedensten Gruppen und die konstituierende Studierendenparlamentssitzung wurde mehrfach vertagt, weil sich keine Mehrheit gefunden hatte. Im dritten Teil der konstituierenden Sitzung, die mehr als zwei Monate nach den Wahlen stattfand, konnten wir unser Ziel erreichen: Es wurde ein linker AStA gewählt, in dem wir unsere politischen Ideen umsetzen können.
Seitdem konnte im AStA sehr viel Arbeit geleistet werden. Nachdem es zunächst darum ging, schnellstmöglich einen Haushaltsplan aufzustellen, vor allem, um den Fachschaften das ihnen zustehende Geld zur Verfügung zu stellen, konnten wir sehr bald auch in unsere inhaltliche Arbeit einsteigen.
So ist der AStA wie auch im letzten Jahr wieder darum bemüht, allen Studierenden ein besseres Studium zu ermöglichen. Neben vielen Service- und Beratungsangeboten machen wir auch viel inhaltliche Arbeit, sodass wir zusätzlich zu den fünf Pflichtreferaten (Vorsitz, Finanzen, Soziales, Hochschule, Außen) die drei inhaltlichen Referate Politische Bildung, Gender & Diversity und Ökologie und Nachhaltigkeit eingerichtet haben. Ein großes Projekt ist auch in diesem Jahr das „Festival contre le racisme“, ein kostenloses Campusfestival, das nicht nur unterhalten, sondern auch ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung in allen Bereichen am vergangenen Wochenende setzen sollte.

Nachhaltigkeit im gesellschaftspolitischen Zusammenhang
Der inhaltliche Schwerpunkt der GHG liegt im AStA auf Themenkomplexen, die in den Aufgabenbereich des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit fallen. Unser Ziel dabei ist es, Umweltbewusstsein zu schaffen und die vielen Bereiche der Hochschule nachhaltiger zu gestalten. Aus diesem Grund haben wir eine Menge Projekte aus dem letzten Jahr weitergeführt und natürlich auch neue angestoßen.
So konnten wir es bewerkstelligen, dass die einzelnen Bereiche der Uni nicht nur Frischfaser-, sondern auch Recyclingpapier nutzen können. Eine weitere Bestätigung unserer Arbeit war die Rückmeldung von StudIT, dass die Umstellung auf den Duplex-Druck als Standardeinstellung, die wir noch in der letzten Legislaturperiode bewirkt hatten, den studentischen Papierverbrauch um ein Drittel verringern konnte.
Außerdem führen wir Gespräche mit dem Studentenwerk, um die Mülltrennung in den Mensen und Cafeterien zu verbessern, mehr fair-gehandelte, regionale und biologische Produkte ins Angebot zu bringen und ein ökologischeres Kaffeebechersystem einzuführen. Darüber hinaus organisieren wir eine Vielzahl von Veranstaltungen, die das Thema Nachhaltigkeit in den gesellschaftspolitischen Zusammenhang bringen, in dem es ohne Zweifel steht.

All das stellt nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten AStA, in dem wir nach der langen Verhandlungsphase endlich unsere politische Arbeit fortführen können, dar. Über weitere Projekte des AStA könnt ihr euch auf der AStA-Website (unter asta.uni-goettingen.de) und auf der Facebook-Seite des AStA (unter fb.com/goeasta) informieren!

Interview mit univision

Vor kurzem haben wir dem unabhängigen studentischen Campusfernsehen ein Interview gegeben. Auf dem YouTube-Kanal sind auch Interviews mit anderen hochschulpolitischen Gruppen, sowie natürlich regelmäßig der Newsflash zu finden.

GHG-Einstiegsabend am 15.05.17

Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem Einstiegsabend ein!

Wie können ökologische Interessen in Studierendenparlament, AStA, Fachschaften und Kommissionen und sonstwo an der Uni vertreten werden? Wieso ist das sinnvoll und macht auch noch jede Menge Spaß? Was unterscheidet die GHG von anderen Hochschulgruppen? Was liegt uns außer Nachhaltigkeit noch so am Herzen? Und wer ist eigentlich Erik*a?

Diese Fragen möchten wir euch am Montag, den 15.5. in gemütlicher Runde beantworten. Los geht es um 20.15 Uhr im AStA-Gebäude in der Goßlerstraße 16a. Über Foodsharing organisieren wir auch gern wieder leckeres Essen. Danach wollen wir, vorausgesetzt ihr habt Lust, noch in eine Bar am Z-Campus und da mit euch weiter schnacken.

Wir freuen uns auf euch!
Eure GHG

Salafismus als Protestkultur – Wie können wir der Szene in Niedersachsen begegnen?

Vortrag und Diskussion
30.05.2017 | 19:00 Uhr | ZHG 008 | Uni Göttingen
Veranstaltet von der Grünen Jugend Göttingen, in Kooperation mit der Grünen Jugend Northeim und der Grünen Hochschulgruppe Göttingen

In den letzten Wochen und Monaten machten Razzien gegen Salafisten, die laut Sicherheitsbehörden Anschläge geplant hatten, in Südniedersachsen Schlagzeilen. Vor dem Hintergrund der terroristischen Akte in Berlin, London und anderen inner- und außereuropäischen Städten sind das Nachrichten, die Angst auslösen und verunsichern können. Und solche Ängste werden von vielen Gruppen gezielt geschürt, um „den Islam“ als Feindbild zu brandmarken, Muslime & Geflüchtete pauschal zu stigmatisieren, einen Keil zwischen Muslime und Nicht-Muslime zu treiben und damit die Gesellschaft zu spalten oder instrumentalisiert, um Wahlkampf zu betreiben. Eine kritische Einordnung, die ohne Stereotypisierungen oder Verharmlosungen auskommt, ist deshalb dringend notwendig. In der Veranstaltung „Salafismus als Protestkultur – Wie können wir der Szene in Niedersachsen begegnen“ soll diskutiert werden, warum sich insbesondere junge Menschen dem Salafismus und auch seinen dschihadistischen Ausformungen bzw. Strömungen zuwenden.

In der Veranstaltung sollen auch Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Bundesländer aufgezeigt und dargestellt werden, warum Prävention und Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen nachhaltigere Erfolge bringen, als eine oft von Aktionismus getriebene Verschärfung von Sicherheitspolitik.

Die Referentin Nina Käsehage ist Historikerin und Religionswissenschaftlerin und hat ihre Doktorarbeit zur salafistische Szene in Deutschland und ihren europäischen Vernetzungen verfasst. In diesem Zusammenhang führte sie insgesamt 175 Interviews mit namhaften Predigern und AktivistInnen. Nina Käsehage hat Lehraufträge an der Georg-August-Universität Göttingen und ist seit kurzem Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock. Sie ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der Salafismus-Forschung, tritt regelmäßig in Fernsehen und Radio auf und beschreibt in ihrem 2017 veröffentlichten Buch „Dschihad als Ausweg“, warum sich junge Frauen religiös radikalisieren. Zudem betreut sie ehrenamtlich Eltern und Angehörige von radikalisierten jungen Menschen und konnte zusammen mit deren Eltern bislang 35 Ausreiseversuche von DschihadistInnen nach Syrien und den Irak verhindern.