Archiv für Oktober 2005

GHG – EinsteigerInnenabend am 25.10. und 8.11.

Hast Du Lust bei uns mitzuarbeiten? Wer einmal in das politische Tagesgeschäft der GHG hinein schnuppern möchte ist zu unseren EinsteigerInnenabenden herzlich eingeladen.
Komm einfach am Dienstag dem 25. Oktober und/oder am Dienstag dem 8.11. in den Sitzungssaal des AStA-Gebäudes in der Goßlarerstr. 16a.
Wir freuen uns auf euch! Ach ja, wir starten jeweils um 20.15 Uhr.

Nazi-Aufmarsch in Göttingen am 29. Oktober

Am 29. Oktober marschieren Nazis aus dem Spektrum der NPD und der sogenannten freien Kameradschaften in Göttingen auf. Als Teil des Bündnisses gegen Rechts unterstützen und vertreten wir folgenden gemeinsamen Aufruf:

„Am Samstag, den 29. Oktober 2005, will die NPD gemeinsam mit militanten Kameradschaften am Göttinger Bahnhofsplatz aufmarschieren. Bereits seit Anfang des Jahres wird dafür bundesweit geworben. Wir sagen, dass die NPD und ihr Anhang weder in Göttingen noch anderswo etwas zu suchen haben!
Mit ihrem Motto „Sozialabbau, Rentenklau, Korruption – Nicht mit uns!“ versucht die NPD, Scheinlösungen für real vorhandene soziale Probleme, wie Massenerwerbslosigkeit oder Sozialabbau in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Scheinlösungen beruhen im Kern darauf, einen Teil der hier lebenden Menschen, z.B. Migrantinnen und Migranten auszugrenzen und zu Schuldigen zu erklären.
Die tatsächlichen Ursachen und die Verantwortlichen werden nicht benannt.
Nazis lösen keine sozialen Probleme!
Erwerbslosigkeit ist kein Phänomen, das die hier lebenden Migrantinnen und Migranten verursachen. Sie ist das Ergebnis des bestehenden Wirtschaftssystems und einer neoliberalen Wirtschaftspolitik, in der die Unternehmensgewinne immer öfter vor dem Allgemeinwohl rangieren. Sozialabbau ist das Ergebnis politischen Handelns, das wir mit unserem Engagement und durch Wahlentscheidungen beeinflussen und verändern können.
Die von der NPD vorgeschlagenen Lösungen würden nur zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten führen. Gegen die menschenverachtenden „Ausländer raus!“-Parolen setzen wir unsere Vorstellungen einer sozial gerechten Welt.
Es gilt, am 29. Oktober nicht nur der NPD und der Nazi-Szene entschieden entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt. Eine sich immer weiter verschärfende Abschiebepraxis ist Wasser auf die Mühlen der Nazis; sie knüpft nahtlos an deren ausländerfeindliche Politikvorstellungen an. Nationalismus und Rassismus entstehen auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus.
In der Vergangenheit ist es durch die Arbeit unseres breiten Bündnisses und durch die Entschlossenheit der vielen antifaschistischen Bürgerinnen und Bürger Göttingens gelungen, die Aufmärsche der NPD zu stoppen. Wir fordern alle Menschen auf, sich mit ihren Mitteln und Protestformen an den Aktivitäten gegen den Nazi-Aufmarsch zu beteiligen, um ihn möglichst schon im Vorfeld zu verhindern.
Lassen wir es nicht zu, dass die Nazis ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten können!“

Programm für den 29. Oktober
9.00 Uhr – Frühstück gegen Rechts auf dem Bahnhofsvorplatz
11.00 Uhr – Demo des Bündnisses gegen rechts mit anschließender Dauerkundgebung auf dem Platz der Synagoge
außerdem ständige dezentrale Aktionen in Göttingen

Vorraussichtliche Route der Nazi-Demo:
Schützenplatz – Hildebrandstraße – Maschmühlenweg – Weender Tor – Nikolausberger Weg – Humboldtallee – Kreuzbergring – Ewaldstraße – Herzberger Landstraße – Theaterplatz – Bühlstraße – Nikolausberger Weg – Weender Tor – Maschmühlenweg – Hildebrandstraße – Schützenplatz