Figura wird deutlich – Bericht aus dem Senat

Äußeren Druck gäbe es nicht, es sei eine Entscheidung des Präsidiums. In dieser Form äußerte sich ein gesprächiger Figura am 16. November im Senat zu den Schließungen an der SoWi-Fakultät.

Folgende Position vertrat Figura im Senat:
Die Fakultät befindet sich in sehr schlechter Verfassung, an keiner Stelle erreiche sie das Minimum an Ausstattung. Da es kein Geld vom Land oder von anderen Fakultäten geben werde, müsse in dieser Situation (Umstellung auf Bachelor) über eine Umstrukturierung nachgedacht werden, um nicht in ein paar Jahren vom Landesministerium angepfiffen zu werden.

Clustergespräche:
Auf die Feststellung von Frau Kraul, dass die Politik in Hannover entgegen Figuras Aussagen von Donnerstag auch gekürzt werde, erklärte Figura, dass es sich bei den Clustergesprächen nicht um Gespräche zwischen Hannover und Göttingen handele, sondern um niedersachsenweite Gespräche. Hannover könne daher durchaus sagen: Wir schließen unsere Politik, es gibt ja noch den Standort Osnabrück.
Wer verarscht hier wen? Figura uns oder das Land den Figura?

Evaluationsbericht:
Die wissenschaftliche Bewertung der Politik und der Soziologie bezieht sich ausschließlich auf den Bericht der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen aus dem Jahr 2004. Allerdings verriet uns Figura, dass es eine vertrauliche Version gebe, aus der er auch zitiert. Vielleicht hätte er diese Information nicht so vertraulich behandeln sollen.
Die in diesem Bericht geforderte Interdisziplinarität von Politik und Soziologie, um die heutigen komplexen Fragen beantworten zu können, sieht Figura in seinem Vorschlag erfüllt. Schließlich gebe es in Zukunft eine Funktionseinheit, da die beiden politischen Professuren in der Soziologie aufgenommen werden.
Funktionseinheit gleich Interdisziplinarität? Wenn das mal so einfach wäre…

„Dialog“:
In der Senatssitzung forderte Figura den Senat auf, vorerst nicht in die Diskussion einzusteigen, da sonst der Eindruck vermittelt werde, dass es sich bei seinem Vorschlag um Ergebnisse handele. Auf die Erwiderung, man müsse doch gerade jetzt diskutieren, da zur Zeit der Eindruck herrsche, es handele sich um Ergebnisse und nicht um einen Dialog, antworte Figura nur: „Wenn sie das so sehen, dann sehen sie das so.“

Druck von Außen:
Obwohl Figura im Fakultätsrat mehrmals von „Druck von Außen“ gesprochen hatte, bestätigte er im Senat, dass es weder durch HOK III, noch durch die Clustergespräche und auch nicht aus dem Ministerium irgendwelchen Druck gebe, der seinen „Vorschlag“ beeinflusst habe. Vielmehr sei es eine alleinige Entscheidung des Präsidiums, diesen Weg zu gehen.

Im Gegensatz zur Fakultätsratssitzung outet Figura im Senat also das Präsidium, indem er zugibt, dass die Schließungen nicht auf Druck von Außen passieren, sondern zu 100 Prozent im Ermessen des Präsidiums liegen.

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