Archiv für Dezember 2010

Pressemitteilung: AStA – Politischer Bankrott offiziell

In der heutigen Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) hat die AStA-Vorsitzende Susanne Peter (ADF) politische Konsequenzen gezogen: Nachdem ihr einige Stimmen der Koalitionsfraktionen bei der Wahl zur studentischen Vertreterin im Vorstand des Studentenwerks verwährt blieben, kündigte sie die AStA-Koalition mit dem RCDS auf. Dies betrifft allerdings nicht die übrigen AStA-Referent*innen. Die Grüne Hochschulgruppe fordert alle Mitglieder des AStA dazu auf, es der Vorsitzenden in dieser Hinsicht gleich zu tun und nun endlich Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und Transparenz in den Fall der verschwundenen Studierendengelder zu bringen.
Susanne Peter erklärte, sie fühle sich jetzt nur noch der Studierendenschaft verpflichtet und ließe sich nicht mehr durch Koalitionszwänge zum Schweigen bringen. Die Grüne Hochschulgruppe begrüßt dies ausdrücklich und fordert weiterhin den Rücktritt des gesamten AStA.
Weniger erfreulich war das Verhalten des ersten StuPa-Präsidenten Julian Brommer (ADF), der während der ganzen Sitzung kopflos vorging. Willkür schien ihn zu leiten, als er einen oppositionellen Kandidaten wegen Abwesenheit von der Wahlliste strich, obwohl eine Absichtserklärung vorlag. Den Gipfel stellte die ebenfalls willkürliche Schließung der Parlamentssitzung dar. Nach Peters Entschluss wollte Brommer der ADF-Fraktion anscheinend Zeit und Raum geben, sich neu zu formieren. Wir fordern das Präsidium zu einer öffentlichen Entschuldigung auf.

Die Grüne Hochschulgruppe Göttingen

Pressemitteilung: 18.000€ der Studierendenschaft verschwunden

Pressemitteilung
18.000€ aus den Händen des AStA verschwunden:
Die Grüne Hochschulgruppe fordert umgehende Aufklärung der Vorgänge

Im Sommer 2010 hatte der AStA der Georg-August-Universität Göttingen Übertragungen der WM-Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft der Männer durchgeführt. Dies sei das „wichtigste Projekt“, hatte AStA-Öffentlichkeitsreferent Michael Fraenkel im Vorfeld der Veranstaltungen verlauten lassen. Um so schlimmer erscheint es daher, dass im Zuge der Übertragungen Gelder in Höhe von 18.000€ verloren gingen.
„Solche Summen steckt niemand mal eben ein“, sagt ein Mitglied der Grünen Hochschulgruppe (GHG), „da muss auf ganzer Linie in der Organisation versagt worden sein“. Fehler gestehen auch die verantwortlichen AStA-Referenten sowie der Projektleiter ein. Die AStA-Vorsitzende Susanne Peter (ADF) erstattete nach eigener Aussage Anzeigen gegen Unbekannt wegen Diebstahls und Unterschlagung. Die GHG hält die Anzeige für das richtige Vorgehen, kritisiert jedoch das übrige Verhalten des Allgemeinen Studierendenausschusses deutlich: „Dass der AStA aus den massiven Fehlern, die er begangen hat, keine Konsequenzen ziehen will, ist eine Frechheit. Das verlorene Geld gehört der gesamten Studierendenschaft und der AStA hat dafür zu sorgen, dass es im Interesse der Studierenden verwendet und verwaltet wird. Wenn das nicht funktioniert, müssen die Verantwortlichen zurücktreten. Inzwischen ist es so weit, dass sogar das Uni-Präsidium in die selbstverfasste Studierendenschaft eingreift und die Auflage herausgibt, dass eine neue Finanzordnung erlassen werden müsse. Kann man es in dieser Situation noch ernst nehmen, dass Leute aus dem AStA an ihren Posten kleben und behaupten, sie wollen zukünftig dazu beitragen, solche Vorfälle zu verhindern, aber zugleich dem Studierendenparlament die Rechenschaftspflicht schuldig bleiben und Fragen ausweichen? Wer würde ihnen denn von Seiten der Studierenden und des Präsidiums noch Vertrauen schenken können? Was sofort passieren muss, ist der Rücktritt des gesamten AStA und die vollständige Aufklärung der Ereignisse. Bis die Untersuchungen Ergebnisse zu Tage bringen, sollte ein Interim-AStA vom Studierendenparlament eingesetzt werden, so dass ein reibungsloser Ablauf bei den Geschäften der Studierendenschaft möglich ist. Wir können nur hoffen, dass die Studierenden nach den aktuellen Vorfällen der derzeitigen AStA-Koalition aus ADF und RCDS bei den Uniwahlen im Januar ihre Stimmen verweigern und einen neuen und qualifizierteren AStA wählen werden – mit Beteiligung der Grünen Hochschulgruppe.“

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Die Grüne Hochschulgruppe Göttingen