Archiv für Oktober 2011

Grünphase Nr. 34 ist da!

Zum neuen Semester gibts auch wieder eine neue Grünphase. Sie wird ab nächster Woche von viele fleissigen Leuten in vielen Uni-Gebäuden verteilt. Wenn ihr vorab reinschauen möchtet oder keine Ausgabe mehr abbekommen haben solltet, findet ihr sie auch hier

Einsteiger*innenabend der Grünen Hochschulgruppe

Ideen für Aktionen?
Lust auf gesellschaftspolitisches Engagement?
Kein Bock auf verstrahlte Umwelt?
Keinen Appetit auf die neuste Genkartoffel?

Wir sind eine basisdemokratische, links alternative und ökologisch orientierte Hochschulgruppe. Wir engagieren uns sowohl in der Hochschule (verschiedene Fachschaften und der AStA werden dieses Jahr von uns mit gestellt) als auch in der Stadt in allen gesellschaftspolitischen Bereichen.
Wir brauchen Dich!
Es gibt noch viel zu tun.

Komm zur GHG!
14. und 28. November (20 Uhr c.t.)
Rosa-Luxemburg-Haus (AStA-Gebäude)
Goßlerstr. 16 (Ecke Kreuzbergring)

Party!

Seit vielen Jahren arbeiten die Grüne Hochschulgruppe und die Juso Hochschulgruppe auf allen Ebenen erfolgreich zusammen. An vielen Fakultäten gibt es bereits rot-grüne/grün-rote Listen und auch wenn es um den Senat geht, treten wir gemeinsam an um das Leben und Lernen an der Uni im Sinne der Studierenden zu verbessern. Nach mehreren Jahren Zusammenarbeit unter anderem in einigen Fachschaftsräten und seit Frühjahr diesen Jahres auch im AStA, wird es endlich Zeit das zu feiern!
Dazu möchten wir euch alle einladen und zwar am 24. November ab 22:00 im Stilbrvch!

Rezept: veganes Soja-Frikassee

Ein leckeres Frikassee ganz ohne tierische Produkte? Das soll funktionieren? Wir sagen ganz klar: Ja, das geht und schmeckt auch richtig lecker!

Rezept für 4 Person

Wir brauchen: 1 1/2 liter Gemüsebrühe, 200g Sojabrocken (gibt’s in vielen Asia-Supermärkten oder Bio-Läden), eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer, eine Grill-Gewürzmischung, 250g Möhren, 250g Reis, 200g Erbsen, 200g Champignons und ca 150ml Sojasahne (gibt’s in Bioläden und bei vielen anderen Supermärkten).

Sojabrocken: Als erstes ca 3/4 l Gemüsebrühe in einem Topf erhitzt und dann die Sojabrocken für ca 10 Minuten hineingeben. Die Brühe braucht dabei nicht zu kochen. Dann die Brühe und die Sojabrocken in ein Sieb abgießen und den Rest der Brühe auffangen. Die Sojabrocken dann „ausquetschen“, also am besten mit der Rückseite einer kleinen metallenen Schüssel in ein metallenes Sieb hineindrücken und die austretende Brühe ebenfalls auffangen.

Die Zwiebel und die Koblauchzehe in einer große Pfanne oder einem kleineren Topf mit dem Sonnenblumenöl leicht anbraten. Dann recht viel Sonnenblumenöl und die Sojabrocken hinzugeben. Die Sojabrocken nach Geschmack würzen, z.B. mit Salz, Pfeffer und einer Grill-Gewürz-Mischung (die ist ausschlaggebend im Geschmack) und mit recht viel Öl und hoher Wärme anbraten, dass sie schön kross werden

Der Rest: Während der Reis schon mal kochen kann, die verbliebene Gemüsebrühe (also auch die, die bei den Sojabrocken übrig war) und das Gemüs in einen größeren Topf geben und garen. Dann Reis, Sojasahne und die Sojabrocken hinzugeben und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und ggf. noch ein bisschen auf dem warmen Herd lassen/noch mit Gemüsebrühe auffüllen, wenn die Konsistenz noch nicht wie gewünscht sein sollte. Wenn die Sojabrocken kross bleiben sollen, kann man sie auch erst später auf die gefüllten Teller als Topping geben.

Guten Appetit! =)

Übrigens: Es finden sich viele weitere tolle vegane Rezepte auf http://www.rezeptefuchs.de

Für besseres Essen in den Mensen

Die Grüne Hochschulgruppe setzt sich bereits seit Jahren für faires und biologisches Essen in den Mensen des Studentenwerks ein. Seit wir im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zwei Referate stellen, konnten wir unsere Arbeit auch in diesem Bereich intensivieren. Doch das Studentenwerk ist in vielen Punkten beratungsresistent.

Wir haben es lange gefordert und sehr begrüßt, als in der Turmmensa vegane Menüs eingeführt wurden. Die Gerichte wurden entgegen den Erwartungen des Studentenwerks in großem Umfang angenommen. Uns wundert das nicht, denn wenn ein vernünftiges Angebot gemacht wird, wählen die meisten carnivor oder vegetarisch lebenden Studierenden nach dem Geschmack der Gerichte. Nicht nur Veganer_innen greifen darum auf ein ausgewogenes und leckeres Menü ohne tierische Produkte zurück. Doch eine Ausweitung des veganen Essens wolle man trotz des Erfolgs nicht anstreben, teilte man uns mit. In der Z-Mensa könne ein veganes Angebot wegen der Verarbeitungswege nicht garantiert werden und außerdem würde die Turmmensa so ihr Profil verlieren.
Soweit das Kalkül, doch was ist mit den vegan lebenden Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit? Dort hat nämlich die Mensa am Turm geschlossen.
Es gebe doch einen veganen Wok im Freeflow-Bereich, war die Antwort. Aber täglich eine Portion aus dem Mensa-Wok ist weder ausgewogen noch auf Dauer schmackhaft.
Auch das vegetarische Angebot in der Zentralmensa ließ in der vorlesungsfreien Zeit zu Wünschen übrig, die Auswahl war gering. Das Studentenwerk interessierte sich leider wenig für diese Kritik.
Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die Mensa am Turm auch in den Semesterferien geöffnet hat. Vielleicht bringen ja auch die letzten überfüllten Wochen – besonders in der O-Phase – das Studentenwerk zum Umdenken!

Interessant war auch das Verhalten der Mensen zu einer weiteren Anfrage, die wir aus dem AStA gestellt haben.
Wir sind von Studierenden darauf hingewiesen worden, dass sich das Studentenwerk nicht dazu positionieren würde, ob in den käsehaltigen, vegetarischen Produkten mikrobielles (vegetarisches) oder tierisches Lab aus den Mägen toter Kälber verwendet wird. Wir haben nachgeforscht und erhielten nach kurzer Zeit die Antwort, dass man nun garantieren könne, dass es sich ausschließlich um vegetarisches Lab handle. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung werde von den Produzent_innen eingeholt.
Kaum eine Woche später wurde diese Antwort zurückgenommen und man ließ verlauten, dass nun doch keineswegs garantiert werden könne, dass es sich nicht um tierisches Lab in den als „vegetarisch“ deklarierten Produkten handeln könnte. Man wolle nun aber in Zukunft auch nur wirklich vegetarische Produkte als solche kennzeichnen.

Ihr seht: Nachhaken lohnt sich! Wir bleiben dran!