Für besseres Essen in den Mensen

Die Grüne Hochschulgruppe setzt sich bereits seit Jahren für faires und biologisches Essen in den Mensen des Studentenwerks ein. Seit wir im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zwei Referate stellen, konnten wir unsere Arbeit auch in diesem Bereich intensivieren. Doch das Studentenwerk ist in vielen Punkten beratungsresistent.

Wir haben es lange gefordert und sehr begrüßt, als in der Turmmensa vegane Menüs eingeführt wurden. Die Gerichte wurden entgegen den Erwartungen des Studentenwerks in großem Umfang angenommen. Uns wundert das nicht, denn wenn ein vernünftiges Angebot gemacht wird, wählen die meisten carnivor oder vegetarisch lebenden Studierenden nach dem Geschmack der Gerichte. Nicht nur Veganer_innen greifen darum auf ein ausgewogenes und leckeres Menü ohne tierische Produkte zurück. Doch eine Ausweitung des veganen Essens wolle man trotz des Erfolgs nicht anstreben, teilte man uns mit. In der Z-Mensa könne ein veganes Angebot wegen der Verarbeitungswege nicht garantiert werden und außerdem würde die Turmmensa so ihr Profil verlieren.
Soweit das Kalkül, doch was ist mit den vegan lebenden Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit? Dort hat nämlich die Mensa am Turm geschlossen.
Es gebe doch einen veganen Wok im Freeflow-Bereich, war die Antwort. Aber täglich eine Portion aus dem Mensa-Wok ist weder ausgewogen noch auf Dauer schmackhaft.
Auch das vegetarische Angebot in der Zentralmensa ließ in der vorlesungsfreien Zeit zu Wünschen übrig, die Auswahl war gering. Das Studentenwerk interessierte sich leider wenig für diese Kritik.
Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die Mensa am Turm auch in den Semesterferien geöffnet hat. Vielleicht bringen ja auch die letzten überfüllten Wochen – besonders in der O-Phase – das Studentenwerk zum Umdenken!

Interessant war auch das Verhalten der Mensen zu einer weiteren Anfrage, die wir aus dem AStA gestellt haben.
Wir sind von Studierenden darauf hingewiesen worden, dass sich das Studentenwerk nicht dazu positionieren würde, ob in den käsehaltigen, vegetarischen Produkten mikrobielles (vegetarisches) oder tierisches Lab aus den Mägen toter Kälber verwendet wird. Wir haben nachgeforscht und erhielten nach kurzer Zeit die Antwort, dass man nun garantieren könne, dass es sich ausschließlich um vegetarisches Lab handle. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung werde von den Produzent_innen eingeholt.
Kaum eine Woche später wurde diese Antwort zurückgenommen und man ließ verlauten, dass nun doch keineswegs garantiert werden könne, dass es sich nicht um tierisches Lab in den als „vegetarisch“ deklarierten Produkten handeln könnte. Man wolle nun aber in Zukunft auch nur wirklich vegetarische Produkte als solche kennzeichnen.

Ihr seht: Nachhaken lohnt sich! Wir bleiben dran!

Diesen Beitrag weiterleiten:
  • Twitter
  • email
  • Facebook