Archiv für Januar 2016

Wahlausgabe der Grünphase 2016

Liebe Menschen!
Es ist wieder so weit: Die Uniwahlen stehen an. Vom 19. bis 21. Januar werden die Hochschulgruppen wieder durch bunte Plakate, Postkarten, Buttons
und allerlei Leckereien um eure Gunst buhlen, damit ihr dann eure Kreuzchen setzt. Wie jedes Jahr findet gerne mal ein verdecktes Tauschangebot statt: Waffeln gegen Stimmen. Durch kulinarische Angebote soll die politische Meinungsbildung abgekürzt werden: Politische Inhalte treten bei politischen Wahlen in den Hintergrund. Ist ja auch ganz praktisch, so müsst ihr euch keine Gedanken darum machen, wie unsere Uni aussehen soll, welche Interessen der AStA für euch vertreten soll, wie die Wohnraumproblematik gelöst werden kann, wie und ob das Stilbrvch ausgegründet werden soll
oder wie frei und selbstbestimmt ihr an dieser Universität studieren wollt.
Wie? Diese Fragen brennen euch aber doch unter den Nägeln? Ihr wollt, dass sich eine studentische Interessenvertretung in einer Studistadt wie Göttingen nicht nur mit Serviceangeboten beschäftigt, sondern sich auch kritisch mit den Strukturen der Universität beschäftigt? Ihr findet auch, dass die Uni ein politischer Ort ist, an dem auch Dinge diskutiert und selbstbestimmt verändert werden sollten, die die Gesellschaft in der wir leben betreffen? Ihr wollt mehr Freiräume und eine ökologischere Universität? Ihr wollt aufgrund von Inhalten und politischen Standpunkten entscheiden, wo ihr euer Kreuz setzt, und nicht über Bestechungsversuche in Waffel-, Glühwein- oder Schnapsform? Dann versteht ihr vielleicht, warum die Grünphase der zentrale Punkt des Wahlkampfs der GHG ist, obwohl ihr sie nicht mal essen oder trinken könnt.

In der Grünphase stellen wir uns als Gruppe vor, informieren euch darüber wie und was ihr wählen könnt, und stellen in einigen Beiträgen politische Meinungen und Positionen vor, die in unserer Gruppe vorkommen.

Von dieser Wahl hängt viel ab! Der AStA hat in den vergangenen zwei Jahren durch Unfähigkeit und Nichtstun geglänzt und durch interne Zankereien,
und sexistisches und rassistisches Mackertum Aufmerksamkeit erregt. Auch darüber werdet ihr in dieser Publikation lesen können. Die letzten beiden Jahre in der Göttinger Hochschulpolitik zeigen deutlich, dass ADF und RCDS nicht in der Lage sind, mit vollem Engagement für studentische Interessen einzustehen. Wir wollen das besser machen und Projekte vergangener linker Asten wieder zum Leben erwecken bzw. aktiv unterstützen. Dazu gehören das selbstverwaltete Stilbrvch, emanzipatorische und kritische Veranstaltungsreihen zu Politischer Bildung, Ökologie und Geschlechterverhältnissen, die Unterstützung von Demonstrationen (zum Beispiel gegen Naziaufmärsche und für ein selbstbestimmtes Studium). Wir solidarisieren uns mit Initiativen, die Geflüchtete willkommen heißen. Wir wollen uns in den städtischen politischen Diskurs einbringen, weil die Universität kein von der Gesellschaft abgekapselter Raum ist! Wir möchten gerne das offene Atelier wiedereröffnen und auch einen neuen Umsonstladen einrichten!
Außerdem steht die GHG dafür ein, über den Tellerrand der Universität zu blicken und sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Dafür wollen wir auch mehr Freiräume an der Universität schaffen, die es erlauben dem reinen Studienalltag zu entfliehen. Ihr wollt noch mehr darüber wissen,
wofür sich die GHG interessiert und was wir so vom aktuellen AStA halten? Dann blättert doch einfach noch ein bisschen in der Grünphase, oder
kommt in der Wahl(kampf)woche an unserem Stand im ZHG vorbei. Falls ihr kurz und knapp gebündelt wissen wollt, wofür wir einstehen, werft einfach einen Blick auf unser Kurzwahlprogramm.