Archiv für November 2017

Studiwerk mit Nachholbedarf

Das vegane Angebot in unseren Mensen und Cafeterien verbessert sich stetig von Jahr zu Jahr. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung der Tierrechtsrganisation PETA, die erneut 58 deutsche Studentenwerke auf ihr veganes Angebot hin befragt hat. Göttingen konnte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessern, landet jedoch gegenüber anderen Studentenwerken weiterhin auf den hinteren Plätzen.

Als GHG teilen wir diese Einschätzung und unterstützen die fortwährende Optimierung vollumfänglich. Für alle Studierenden, die auf Grund von Allergien, religiösen oder ethischen Ansichten auf tierische Produkte verzichten, sollten sich vegane Alternativen nicht nur preislich, sondern auch qualitativ auf Augenhöhe bewegen. Wir arbeiten konstruktiv an diesem Themenkomplex und begreifen eine Verbesserung des allgemeinen, wie auch des veganen Angebots in unseren Mensen nicht nur als Verbesserung der Studienbedingung aller, sondern auch als Baustein hin zu einem nachhaltigeren Campus. Mehr vegane Speisen leisten nicht nur einen Beitrag zur Vermeidung von tierischen Lebensmitteln zweifelhafter Herkunft, sondern auch zur Einsparung von CO2 und vor allem dem 25-mal klimaschädlicheren Methan. Laut Umweltbundesamt stammen „rund 37 Prozent der weltweit emittierten Menge [Methan] direkt oder indirekt aus der Viehhaltung“. An einem normalen Vorlesungstag werden in unseren Mensen übrigens um die 10.000 Gerichte ausgegeben, davon 7.000 bis 8.000 allein in der Zentralmensa.

In der Turmmensa sind schon jetzt rein pflanzliche Mahlzeiten durchaus lecker und schmackhaft, vor allem in der Nordmensa hingegen lässt das Angebot jedoch stark zu wünschen übrig. Hier machen wir mit Blick auf die zukünftig erfolgenden umfassenden Umbau- und Rennovierungsmaßnahmen Druck, dass dies nicht so bleibt. Als zeitnahe Maßnahme fordern wir zudem schon gegenwertig neben konventioneller Kuhmilch campusweit auch bspw. Soja- oder Reismilch für alle Kaffee-Fans durchgängig anzubieten.

Besichtigung des Uni-Kraftwerkes

Unsere Universität betreibt ein eigenes Kraftwerk. Über ein ebenso unieigenes 24 Kilometer langes Strom- und 13 Kilometer langes Fernwärmenetz versorgt dieses viele der 230 Gebäude der Universität, 70 Gebäude der Universitätsmedizin, Max-Planck-Institute, das Deutsche Primatenzentrum und Wohnheime des Studentenwerks mit Strom und Wärme. Die Kessel, die zum Teil mehrere Stockwerke hoch sind, werden mit Erdgas und im Winter teils mit Erdöl betrieben. Der markante 82 Meter hohe Schornstein ist schon von weitem aus zu erkennen.

Gerne möchten wir mit euch einmal das Innere dieser Anlage besichtigen. Dazu treffen wir uns am 7.12. pünktlich um 10 Uhr am blauen Eingangstor des Krafwerkes in der Rudolf-Diesel-Straße 10.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Leider ist aus Sicherheitsgründen jedoch die Zahl der Teilnehmenden begrenzt. Eine vorherige Anmeldung unter ghg@riseup.net ist deshalb zwingend erforderlich.

Wer sich vorab schon einmal informieren möchte kann dies auf der Homepage der Uni tun. Auch das Göttinger Tageblatt berichtete in seiner Reihe „Campus-Ansichten“ bereits über das Uni-Kraftwerk.

Fair-o-mat ein voller Erfolg

Seit gut einem Monat steht unser kleiner stromloser Snackautomat direkt neben der Chipkartenstelle im ZHG. Ein Monat faire Schokolade wann immer das ZHG geöffnet hat. Ein Monat, in dem uns viel Zuspruch für dieses Projekt erreicht hat und wir ordentlich zu tun hatten die Produkte neu aufzufüllen. Es freut uns sehr durch die geringen Verkaufserlöse tagtäglich die Arbeit des gemeinnützigen Weltladencafé Göttingen unterstützen zu können. Ein Erfolg dank euch auf ganzer Linie. Das Göttinger Tageblatt und das StadtRadio Göttingen berichteten. Auch die Uni selbst erwähnte das Projekt über ihre Kanäle in den Sozialen Medien. So ist es uns gelungen eine breite Hochschulöffentlichkeit für die Thematik des fairen Handels zu sensibilisieren. Ein freudiger Umstand, den wir nun in die langwierigen Verhandlungen mit dem Studentenwerk Göttingen für mehr Fairtrade-Produkte in den Cafeterien und Mensen einbringen können.

Artikel im Göttinger Tagebltatt vom 25.09.17
Facebook-Post der Universität Göttingen vom 26.09.17
Beitrag im Stadtradio Göttingen vom 29.09.17