Studiwerk mit Nachholbedarf

Das vegane Angebot in unseren Mensen und Cafeterien verbessert sich stetig von Jahr zu Jahr. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung der Tierrechtsrganisation PETA, die erneut 58 deutsche Studentenwerke auf ihr veganes Angebot hin befragt hat. Göttingen konnte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessern, landet jedoch gegenüber anderen Studentenwerken weiterhin auf den hinteren Plätzen.

Als GHG teilen wir diese Einschätzung und unterstützen die fortwährende Optimierung vollumfänglich. Für alle Studierenden, die auf Grund von Allergien, religiösen oder ethischen Ansichten auf tierische Produkte verzichten, sollten sich vegane Alternativen nicht nur preislich, sondern auch qualitativ auf Augenhöhe bewegen. Wir arbeiten konstruktiv an diesem Themenkomplex und begreifen eine Verbesserung des allgemeinen, wie auch des veganen Angebots in unseren Mensen nicht nur als Verbesserung der Studienbedingung aller, sondern auch als Baustein hin zu einem nachhaltigeren Campus. Mehr vegane Speisen leisten nicht nur einen Beitrag zur Vermeidung von tierischen Lebensmitteln zweifelhafter Herkunft, sondern auch zur Einsparung von CO2 und vor allem dem 25-mal klimaschädlicheren Methan. Laut Umweltbundesamt stammen „rund 37 Prozent der weltweit emittierten Menge [Methan] direkt oder indirekt aus der Viehhaltung“. An einem normalen Vorlesungstag werden in unseren Mensen übrigens um die 10.000 Gerichte ausgegeben, davon 7.000 bis 8.000 allein in der Zentralmensa.

In der Turmmensa sind schon jetzt rein pflanzliche Mahlzeiten durchaus lecker und schmackhaft, vor allem in der Nordmensa hingegen lässt das Angebot jedoch stark zu wünschen übrig. Hier machen wir mit Blick auf die zukünftig erfolgenden umfassenden Umbau- und Rennovierungsmaßnahmen Druck, dass dies nicht so bleibt. Als zeitnahe Maßnahme fordern wir zudem schon gegenwertig neben konventioneller Kuhmilch campusweit auch bspw. Soja- oder Reismilch für alle Kaffee-Fans durchgängig anzubieten.

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