Archiv für Dezember 2018

Gegen Werbung auf dem Campus!

Werbung auf dem Campus
Die autonomen Antiwerbungskinder haben heute den Campus verschönert! Wir sind ebenfalls der Meinung, dass die Uni keine Plattform für Unternehmen sein sollte. Die Universität ist ein Ort, der nicht nach ökonomischen Interessen, sondern im Interesse der Studierenden gestaltet sein muss. Selbst der AStA lässt sich als Werbefläche ausnutzen, führt Veranstaltungen für Wirtschaftsunternehmen durch und stellt diese als Informationsveranstaltungen dar.
Auch die Flut an Flyern, Plakaten, Postkarten, diversen Werbegeschenken bis hin zu Leuchttafeln nimmt zu und nervt gewaltig! Und zwar nicht nur aus Umweltschutzgründen, sondern weil Werbung unter anderem häufig auch sexistisch ist, indem sie Frauen als Objekte darstellt und beschissene Körperideale vermittelt.
Aus all diesen Gründen stellen wir uns entschieden gegen eine Kommerzialisierung von Universitäten, die studentischen Projekten, Initiativen, Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten immer mehr Raum nimmt.
Wir fordern die Uni, das Studiwerk und den AStA auf, die Universität nicht mehr als kommerzielle Werbefläche anzubieten!

Überwachung der Selbstverwaltung durch den Verfassungsschutz

Wir verurteilen das Vorgehen des Verfassungsschutzes, der einen Spitzel als V-Mann über einige Jahre hinweg bei verschiedenen politischen Gruppen einschleuste.

https://www.inventati.org/blgoe/index.php/arbeitskreise/ak-hochschule/248-v-mann-gerrit-greimann-in-goettingen-enttarnt

Der V-Mann übte in seiner Rolle als Spitzel auch Einfluss auf Gremien der studentischen und akademischen Selbstverwaltung, in denen er Ämter innehatte. Das ist für uns nicht hinnehmbar. Wir finden es erschreckend, wie dadurch politisches Engagement bis hin zur Hochschulpolitik überwacht, kriminalisiert und beeinflusst wird.
An dieser Stelle wird wieder einmal deutlich, dass der Verfassungsschutz seine eigene politische Agenda hat – die Bespitzelung linker Strukturen und die Verstrickung in rechtsmotivierte Straftaten weisen auf eine klar rechte Ausrichtung hin.
Für uns ist deshalb klar, dass der Verfassungsschutz als Institution in Frage gestellt werden muss.

Diese Überwachung politisch engagierter Personen ist kein Einzelfall und wird nicht nur durch den Verfassungsschutz betrieben. Auch die Polizeidirektion Göttingen ist bekannt für illegale Ausspähungen von politisch engagierten Menschen über viele Jahre hinweg.

Die hier deutlich werdende Einschränkung von Freiheitsrechten sowie die Überwachung und Kriminalisierung von linkem politischem Engagement durch den Staat und seine Institutionen darf nicht toleriert werden. Wir solidarisieren uns mit den betroffenen Menschen und Gruppen und lassen uns nicht einschüchtern!