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Wer denunziert hier eigentlich wen?

Prof Dr. Achim Spiller, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Bundesagrarministeriums und Finanzdekan der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften, publizierte zusammen mit Theresa Bernhardt, einer Mitarbeiterin seines Lehrstuhls „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“, in der Samstagsausgabe der FAZ vom 14.01. einen Gastkommentar. Sie bezogen Stellung zu Fehlentwicklungen innerhalb der Agrarindustrie, wie Überbelegung oder unerlaubtem Medikamenteneinsatz und plädierten für häufigere Kontrollen, der Förderung von Whistleblowing und einer besseren Qualifizierung und verstärkten Objektivität der Prüforgane.

Akademiker*innen, die ihren sprichwörtlichen Elfenbeinturm verlassen und mit ihren Erkenntnissen die öffentliche Debatte bereichern, sind eigentlich sehr begrüßenswert. Die Fachschaft der Agrar-Fakultät, welche komplett von der ADF-Untergruppe „Unabhängige Landwirte“ gestellt wird, sah dies anders. In einem bei Facebook am 22.01.17 veröffentlichten Brief wird Prof. Spiller durch die Fachschaft „Bestürzung“ und „maßlose Enttäuschung“ glatt im Namen der Studierendenschaft der Agrar-Fakultät ausgesprochen. Darüber hinaus wird im Artikel die „Denunziation eines gesamten Berufsstandes“ gesehen und die darin enthaltenen Schilderungen als „aggressive, populistische Schuldzuweisungen“ betitelt. Der Brief wurde anschließend dankend von verschiedenen regionalen, wie bundesweiten bäuerlichen Interessens- und Lobbyverbänden verbreitet und durch weitere teils unsachliche Kritik ergänzt. Die „Interessensgemeinschaft der Schweinehalter“ bspw. unterstellt den von Spiller und Bernhardt ausgeführten Sachverhalten innerhalb der Nutztierhaltung pauschal Realitätsferne und betitelt den FAZ-Kommentar in Gänze gar als so „überflüssig wie ein Kropf“.

Doch genau das ist er nicht! Herr Prof. Dr. Spiller stieß sowohl bundesweit als auch hier an der Göttinger Agrarfakultät eine schon längst überfällige Debatte an und plädiert damit für nicht weniger als eine kritische, zeitgemäße Hinterfragung der Wagenburgmentalität vieler Landwirte.
Spiller selbst stellte sich vergangene Woche Montag indes in einem überfüllten Hörsaal der Diskussion und unterlegte seine geschilderten Sachverhalte mit eigenen Forschungsergebnissen. Vertreter*innen der Fachschaft Agrar wollten, trotz mehrmaliger Bitte seitens der Moderation, ihre zuvor deutlich aufgeworfene Kritik im Rahmen der Veranstaltung nicht wiederholen.

Als GHG möchten wir uns klar positionieren und uns bei Menschen wie Herrn Prof. Dr. Achim Spiller und Theresa Bernhardt für ihr Wirken in die öffentliche Debatte hinein bedanken. Industrielle Tierhaltung birgt besondere Verantwortung und rechtfertigt, auch unter dem Gesichtspunkt zunehmender ökonomischer Zwänge, ein besonders hohes Maß an Regulierungen. Es geht nicht darum „armen“ Bauern zu schaden, sondern nachweislich vorhandene Fehlentwicklungen innerhalb der Nutztierhaltung offen zu thematisieren und schließlich, auch aus Eigeninteresse, entgegenzuwirken. Geschieht dies an Stellen wie einer Göttinger Fakultät, welche sich nicht gerade mit großer Distanz zur Agrar-Wirtschaft rühmen kann, umso besser.

Grüne Hochschulgruppe Göttingen, 01.02.2017

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Der ursprüngliche Artikel vom 14.01. ist leider nicht online verfügbar. Allerdings hat die FAZ mittlerweile auch der Reaktion der Agrar-Fachschaft einen Artikel gewidmet. Dieser ist hier nachzulesen.

Der Offene Brief der Fachschaft Agrar findet sich hier auf Facebook. Ein Blick in die Kommentare lohnt sich ebenfalls, um die Dimension der aufgebrachten Reaktionen zu begreifen.

Doppelseitiger Druck wird Standardeinstellung!

Ab dem 01.02.17 wird der so genannte Duplexdruck, also das beidseitige Bedrucken von Papier, zur Standardeinstellung an den Follow-Me-Druckern.
Natürlich können in den Druckeinstellungen auch weiterhin verschiedene Modi, wie beispielsweise einseitiges Drucken, ausgewählt werden.

Wir freuen uns, dass wir als GHG und als Öko-Referat des AStA der Universität Göttingen auf diese Veränderung hinwirken konnten. Ein kleiner, aber feiner Schritt. Und auch bezüglich Recyclingpapier bewegt sich schon so einiges.

Nähere Infos zu Follow-Me und Druckeinstellungen und so, sind hier zusammengefasst.

Wahlergebnisse 2017

Alle drei Semestertickets wurden angenommen, was uns sehr freut. Die erneut niedrige Wahlbeteiligung von 31,5% finden wir hingegen ganz ehrlich gesagt nicht so cool.

Für das Studierendenparlament haben sich unklare Mehrheitsverhältnisse ergeben. Unsere bisherige AStA-Koalition hat die Summe an Sitzen zwar gehalten, erreicht aber nicht mehr die nötige die Mehrheit im Parlament, da sich dieses um zwei Sitze auf 63 vergrößert.

Wir werden das Ergebnis in aller Ruhe auf unserem GHG-Plenum am Montag besprechen und sicherlich allerhand Gespräche mit anderen hochschulpolitischen Gruppen führen.

Die Wahlergebnisse en dé­tail gibt es hier. Außerdem hat der AStA die einzelnen Ergebnisse als übersichtliche Tortendiagramme hier aufbereitet.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!

Wahlausgabe der Grünphase 2017

Liebe Menschen!
Im vergangenen Jahr sind wir dank eurer Unterstützung in den AStA eingezogen und haben damit zwei Jahre unmotivierte AStA-Arbeit der rechten Gruppen beenden können! Wir konnten unseren Wahlversprechen gerecht werden und haben unter anderem ein Ökoreferat gegründet, das sich für mehr Nachhaltigkeit an der Uni einsetzte. Außerdem haben wir im AStA viele Veranstaltungen organisiert, die euch zu interessanten Themen informierten und das Studium quasi über den Tellerrand hinaus enorm bereicherten. Erstibetreuung, die Verhandlung der Semestertickets und andere AStA-Serviceangebote kamen hierbei selbstredend nicht zu kurz.
Diese Arbeit möchten wir in diesem Jahr gerne fortführen und benötigen hierfür eure Unterstützung. Wir möchten nicht nur die Uni nachhaltiger gestalten, wir möchten vor allem HochschulPOLITIK betreiben und diese nicht zur entpolitisierten Dienstleistung verkommen lassen. Geschlechtergerechtigkeit beginnt an einer Uni in der mehr weiblich sozialisierte Menschen ein Studium beginnen und deutlich mehr männlichen Profs gegenüber stehen. Der Kampf gegen den globalen gesellschaftlichen Rechtsruck nimmt seinen Anfang in einer Studierendenschaft, in der auch die AfD mobilisiert. Und ein menschengemachter Klimawandel speist sich indirekt auch von der Nichtverwendung von Recyclingpapier in unseren Unidruckern und Mensaessen aus Massentierhaltung. Lasst uns diese Baustellen gemeinsam angehen. Informiert euch in unserer Wahlausgabe der Grünphase 2017 über unsere Inhalte, kontaktiert uns bei offenen Fragen via E-Mail oder per Facebook-Nachricht oder sprecht uns persönlich an unserem Stand im ZHG ab Mittwoch, den 11.01. an.
Schleppt eure Freund*innen zur Wahlkabine! Tragt euren Teil zu sinnvoller und nachhaltiger Hochsschulpolitik bei, wir machen das dann nächste Legislatur ebenso wieder.

Grüne Grüße von Erik*a und all ihren Freund*innen,
eure GHG

Wie funktionieren Hochschulwahlen?

Die engagierten Menschen von univision Göttingen haben den Edding geschwungen und erklären sehr anschaulich was es mit diesen komplizierten Hochschulwahlen so auf sich hat. Ein Blick in die regelmäßig erscheinenden „Newsflashs“ des stud. CampusTV sei euch ebenso wärmstens empfohlen.