Archiv der Kategorie 'Ökologie'

Hallo liebe Klimaerwärmung

Klimakonferenz in Durban

Seit 1995 findet jedes Jahr eine Weltklimakonferenz statt. Dieses Jahr trafen sich, wie abgemacht, die Vertreter von über 190 Staaten in Durban, Südafrika, um abzumachen, dass sie spätestens 2015 eine verbindliche Abmachung treffen wollen. Erstmals haben sich auch die USA und China bereit erklärt, eventuell mitzumachen. Diese Abmachung soll 2020 in Kraft treten und muss noch ausgehandelt werden.
Bis dahin soll ab 2013 das Kyotoprotokoll in die zweite Verpflichtungsrunde gehen. Ziel soll sein, die Treibhausgasemissionen weltweit um 25 – 40 % zu senken. Das Ziel bis 2012 für die EU lag gemittelt bei 8%, wobei einigen Staaten noch eine Erhöhung des Ausstoßes zugestanden wurde. Ein Einfluss des Kyotoprotokolls auf die steigende Konzentration der Treibhausgase CO2 und Lachgas ist dabei nicht zu beobachten.

Kanada ist nach der Klimakonferenz dieses Jahr aus dem Kyotoprotokoll ausgestiegen. Die erste Verpflichtungsrunde läuft ja 2012 aus und das bedeutet, dass alle Staaten Strafen zahlen müssen, wenn sie ihre selbst festgelegten Verpflichtungen zur Verminderung des Treibhausgasausstoßes nicht erreicht haben. Da aber zum Beispiel die USA und China, als größte Treibhausgasproduzenten überhaupt, sich gar nicht erst nicht beteiligt hatten, hat Kanada auch keine Lust, bestraft zu werden.

Was soll das Ganze eigentlich?

Es könnte die Frage aufkommen, wieso seit 16 Jahren dauerhaft Verhandlungen laufen, jedoch in Realität kaum etwas passiert. Liegt den einzelnen Staaten etwa nicht genug daran, unseren Planeten in einem Zustand zu erhalten, in dem die Menschheit darauf auch gut leben kann? Wieso muss erst verhandelt werden? Mittlerweile ist eigentlich klar, dass alle so viel wie möglich tun müssen. Von dem ehrgeizigen Ziel, den Klimawandel noch zu verhindern, wurde sich schon verabschiedet. Jetzt geht es darum, ein bestimmtes Limit an Erwärmung nicht zu überschreiten. Dieses wurde auf zwei Grad Celsius, verglichen mit vorindustriellem Klima, festgelegt.

Seit Beginn der Industrialisierung ist die weltweite Durchschnittstemperatur schon um 0,7 Grad gestiegen. Es bleiben also 1,3 Grad bis zur 2 Grad Grenze, die laut einigen Klimaforschern auf keinen Fall erreicht wird, wenn 2020 erst mit Reduzieren angefangen wird. Bis 2050 müssen dann die Emissionen weltweit um mindestens 80 % sinken.

Die meisten Staaten, die sich in diesem Sinne bereit erklärt haben, gegen den Klimawandel zu kämpfen, haben sich übrigens ein Schlupfloch in Form folgender Bedingung gelassen: Sie wollen sich nur darum kümmern, ihre Ziele zu erreichen, wenn die anderen vergleichbare Bemühungen sehen lassen. Ob das wohl dazu führt, dass immer „die anderen“ angefangen haben, nicht genug zu tun?

Wichtiges und weniger Wichtiges

Es gibt übrigens einige Staaten, die sich zu höheren Zielen zumindest bereit erklärt haben. Die Malediven stehen da ganz oben. Sie wollen bis 2020 CO2-neutral werden. Wie das bei einem Staat, dessen Wirtschaft hauptsächlich davon lebt, dass Touristen eingeflogen werden, funktionieren soll, haben sie aber noch nicht veröffentlicht. Wobei hier natürlich „abgewogen“ werden muss: Ist die Wirtschaft wirklich wichtiger, als das Ziel, den Klimawandel zu stoppen?

Die Malediven sind auch ein gutes Beispiel dafür, dass der Klimawandel reale Bedrohungen mit sich bringt. Viele der Inseln liegen nur etwa einen Meter über dem Meeresspiegel. Als das letzte Mal das Klima 1 – 2 Grad wärmer war (vor 120.000 Jahren), lag der Meeresspiegel wohl vier bis sechs Meter höher als heutzutage. Natürlich sind sich die Forscher*innen uneinig, wie schnell der Meeresspiegel steigen wird. In den pessimistischeren Prognosen werden die Malediven im Jahr 2100 schon unter Wasser liegen. Siehe hier nochmal den letzten Satz des vorherigen Abschnitts. Übrigens sind zum Beispiel ein Nachbarland Deutschlands, die Niederlande, bekanntermaßen auch eine Recht niedrig gelegene Landmasse, wobei sie mehr Geld aufbringen können dürften, um die Folgen erst einmal abzuwenden. Das Steigen des Meeresspiegels ist nicht die einzige Auswirkung des Klimawandels, aber da das Thema wahrscheinlich auch den meisten bekannt ist, soll es hier als Beispiel genügen.

Wieso wir fürs Klima den Staat (nicht) brauchen

Es ist nicht so, dass nur der Staat zum Klimaschutz beitragen kann. Der Staat kann eigentlich gar nichts tun, außer uns durch Gesetze dazu zu zwingen, das Klima zu schützen. Darüber hinaus sind dann höchstens noch Subventionen möglich.
Aber jede*r Einzelne von uns kann etwas tun. Selbstverständlich werden die Leser*innen der Grünphase wohl eher wenig direkten Einfluss auf industrielle Produktionsprozesse, Entwicklung alternativer Energiequellen und dergleichen haben.
Trotzdem gibt es Möglichkeiten: Iss weniger Tierprodukte, kaufe CO2-neutrale Produkte, zieh den Stecker von elektrischen Geräten, die nicht im Gebrauch sind, heize jetzt im Winter nicht bei dauerhaft geöffnetem Fester, wechsle deine Bank zu einer, die Umweltprojekte unterstützt… und und und. Eigentlich wissen wir ja alle, was zu tun ist, oder?
Dabei muss mensch sich natürlich selbst überlegen, wie weit er*sie gehen möchte. Aber jede*r, der*die etwas unternimmt, um die eigene Umweltbelastung zu reduzieren, tut wahrscheinlich allen Wesen auf diesem Planeten einen großen Gefallen.

Nicht morgen oder übermorgen – jetzt!

Vegan leben

Vegetarier*in sein ist heute nichts Besonderes mehr. Jede*r kennt mindestens einen oder eine, der*die sich entschlossen hat, kein Fleisch mehr zu essen. Eine vegetarische Lebensweise ist im Allgemeinen gut akzeptiert und praktikabel. Menschen entscheiden sich nicht nur aufgrund von moralischen Prinzipien, sondern auch aus gesundheitlichen oder ökonomischen Gründen für eine fleischlose Ernährung. Auch wenn die Mehrheit im Bekanntenkreis diese Einstellung nicht teilt, sind die Beweggründe doch nachvollziehbar. Aber wie sieht das aus, wenn Menschen sich entscheiden, gar keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren? Das heißt, Fleisch, Käse, Eier, Milch, Joghurt und jede Menge Gerichte oder Fertigprodukte, das eine dieser Zutaten enthalten, fallen weg. Und vegan heißt ja auch nicht nur die Ernährung, sondern die Lebensweise, das heißt, im Tierversuch getestete Produkte kommen nicht in Frage (also ein großer Teil der kosmetischen Produkte und Medikamente), Leder auf keinen Fall und auch bei der Haltung eines Haustieres wird es kritisch.
Ich persönlich habe oft die Meinung gehört, dass Veganer*innen „zu extrem“ seien oder „missionarisch unterwegs“, wodurch sich Menschen, die Fleisch essen, belästigt fühlen. Die am häufigsten gestellte Frage aber ist mit Sicherheit:

„Was kannst du dann überhaupt noch essen?“

Eine ganze Menge! Durch die vegane Ernährung fallen zwar einige Lebensmittel aus dem Speiseplan heraus, doch dafür gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an Ersatzprodukten. Außerdem müssen Veganer*innen sehr darauf achten, dass sie alle nötigen Vitamine und Mineralien zu sich nehmen. Das erfordert eine genaue Planung, die die Essenszubereitung zeitaufwendiger, aber auch sehr viel abwechslungsreicher macht. Einige Lebensmittel habe ich so erst kennen und schätzen gelernt.
Im Wesentlichen gibt es zwei Hauptprobleme, die eine vegane Lebensweise erschweren.
1. Zeit, denn für eine ausgewogene Ernährung braucht es Planung und auch die Zubereitung ist zeitaufwendig, denn vegane Fertigprodukte gibt es fast (noch) nicht. Gerade im stressigen Uni-Alltag ist das ein Problem. Um ein entspanntes und gleichberechtigtes Lernen für Veganer*innen zu ermöglichen, ist es deshalb Aufgabe der Uni, vegane Gerichte in allen Mensen bereit zu stellen.
2. Was mache ich, wenn ich bei Menschen zu Besuch bin, die nicht vegan leben? Mir persönlich ist es unangenehm, wenn meine Freund*innen oder Familie wegen mir einen Extra-Aufwand betreiben, denn meistens haben sie auch keine Ahnung, wie sie überhaupt vegan kochen können. Da hilft nur, immer etwas dabei zu haben oder vegane Ersatzprodukte vorzustellen. Das soll dann keinesfalls „missionarisch“ daherkommen, sondern einen einfacheren Umgang mit meinen Bedürfnissen ermöglichen.
Es gibt also eine ganze Menge zu beachten. Aber es macht auch eine Menge Spaß. Oft muss mensch nämlich in der Küche erfinderisch werden. Brotaufstriche werden selber gemacht und lassen das Angebot an Wurst und Käse fade und einseitig erscheinen. Plötzlich entdeckst du, dass du auch für dreistöckige Torten weder Eier noch Milch verwenden musst. Außerdem is(s)t mensch als Veganer*in ja auch nicht allein. Die Entscheidung für ein veganes Leben ist dennoch schwer nachzuvollziehen und viele Menschen fragen sich wahrscheinlich:

Warum tun Leute sich das an?

Manchmal kommt es mir auch eher vor wie eine selbst auferlegte Folter. Meistens ist Veganismus für mich mehr Gewinn als Verzicht, aber die sehnsuchtsvollen Momente vor dem Schoko-Regal im Supermarkt oder beim Anblick einer Pizza gibt es eben doch. Da gilt dann: Tu, was dir gut tut. Wenn es sich gut anfühlt, am Geburtstag des besten Freund*es ein Stück Kuchen zu essen, der nicht vegan ist, dann mach ich halt mal ne Ausnahme.
Außerdem ist mir auch klar, dass 100% vegan in dieser Gesellschaft gar nicht möglich ist. Das Medikament, das die Ärzt*in mir verschreibt, wurde mit Sicherheit an Tieren getestet und meine alten Stiefel sind eben aus Leder. Soll ich die deshalb wegwerfen und durch welche aus Plastik ersetzen? Das ist auch nicht besser für die Umwelt… „Nur“ vegetarisch ist mir dann aber doch zu wenig, denn auch für die Produktion von Eiern und Milch sterben Tiere – und das völlig ohne Sinn. Denn jede Legehenne hat einen Bruder, der sofort nach dem Schlüpfen getötet wurde. Die Zucht der so genannten Nutztiere hat es so weit gebracht, dass Hühnerrassen entweder nach Fleisch- oder nach Eierproduktion selektiert werden. Die kleinen Hähne, die Söhne von Legehennen sind, werden also nicht etwa zu Brathähnchen, sondern landen, nur wenige Minuten alt, entweder direkt in der Mülltonne oder sie werden vergast. Und es kommen auch nicht nur weibliche Kälber zur Welt…
Bei all den Widersprüchen und Gewissensbissen bleibt mir eines doch ganz klar: Ich will nicht, dass für mich Lebewesen eingesperrt und getötet werden. Solange es anders geht, soll kein lebendiges Wesen Schmerz und Leid erfahren, nur weil ich es lecker finde oder eine schöne neue Tasche haben will.

Und was fangen wir jetzt damit an?

Wie sich mensch ernährt und lebt, bleibt jedem*r selbst überlassen. Und egal ob nun Fleisch, Käse oder Tofu auf dem Teller landen: Solch eine Entscheidung sollte von der Umwelt nicht nur respektiert, sondern auch erleichtert und ermöglicht werden. Gerade in der Uni muss deshalb auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden, die sich veganes Essen wünschen, indem dieses in allen Mensen angeboten wird. Dafür setzt sich die Grüne Hochschulgruppe ein.

Veganes Rezept: Erdnusstopf

Wer auch mal zu Hause und nicht nur in der Turmmensa ein veganes Gericht probieren möchte, kann sich zum Beispiel an diesem Essen versuchen. Vegane Küche besteht nämlich nicht nur aus Soja oder dem Weglassen von Fleisch, sondern ist eigenständig und kreativ. Mehr vegane Rezepte gibt es beispielsweise auch unter www.rezeptefuchs.de oder in einer immer größer werdenden Vielzahl von Vegan-Kochbüchern.

Zutaten:
80 g Tomatenmark
2 Zwiebeln
3 Möhren
3 Kartoffeln
200 g Weißkohl
140 g Erdnussbutter
1 Knoblauchzehe
Chili
Salz, Pfeffer, Maggi

Zubereitung:

Möhren, Kartoffeln, Weißkohl und Zwiebeln putzen und in mundgerechte Bissen schneiden.

Gepressten Knoblauch kurz mit Öl in einer Pfanne anbraten und mit Salz würzen.

Das Tomatenmark in etwas Wasser einrühren und in die Pfanne geben, danach etwas kochen lassen.

Die geschnittenen Möhren, Kartoffeln, Weißkohl, Zwiebeln und die Chili (entkernt und in kleine Würfel geschnitten) zugeben und mit Wasser auffüllen, bis alles eben bedeckt ist. Kochen, bis das Gemüse gar ist, aber noch knackig.

Die Erdnussbutter einrühren und auf mittlerer Hitze kurz köcheln lassen. Mit Pfeffer und Maggi abschmecken.

Das Ganze dann mit Reis servieren. Schmeckt übrigens auch ohne Erdnussbutter sehr gut.

Neues aus der Mensa

Etwa 14.000 Studierende essen täglich in den vier Mensen des Studentenwerks. Die Zentralmensa ist dabei besonders beliebt, während die Mensa Italia nur noch sehr wenig besucht wird. Am zentralen Campus steht den Studierenden eine breite Auswahl an verschiedenen Gerichten zur Verfügung. In der Z-Mensa werden neben Nudeln, Salat und Eintopf täglich zwei verschiedene Menüs sowie ein vegetarisches Gericht, leichte Küche und ein Grillgericht angeboten und in der Turmmensa können die Studierenden zwischen einem Fleischgericht, einem vegetarischen Gericht und seit etwa einem Jahr auch einem veganen Gericht wählen. Am Nordcampus sieht es dagegen deutlich dürftiger aus. Hier werden lediglich zwei verschiedene Menüs (oftmals beide mit Fleisch) sowie Eintopf (manchmal auch als Menü), Nudeln und Salat angeboten. Vegetarier*innen haben an der Nordmensa oft keine große Auswahl. Dabei schont eine vegetarische oder, noch besser, eine vegane Lebensweise nicht nur Tierleben sondern auch das Klima, benötigt deutlich weniger Ressourcen und trägt positiv zur Welternährungssituation bei. Aus diesem Grund wäre eine Ausweitung des vegetarischen und veganen Angebots in den Mensen sehr zu begrüßen. Das vegane Angebot in der Turmmensa wird übrigens entgegen der Befürchtungen des Studentenwerks sehr gut angenommen, ist also auch aus betriebswirtschaftlichen Aspekten sinnvoll gewesen.

Was wird sich ändern

Das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit des AStA hat sich bei Gesprächen mit dem Geschäftsführer des Studentenwerks Prof. Jörg Magull dafür eingesetzt das vegane Angebot auch auf andere Mensen auszuweiten, sowie die Öffnungszeiten der Turmmensa zu verlängern. Magull stand den Forderungen zuletzt nicht mehr so abweisend gegenüber wie zu Beginn. Er hat zugesichert, in der Z-Mensa nach den Semesterferien ein veganes Essen einzuführen. Es wird auf der einen Seite das Wok-Gericht ersetzen. Auch in der Nordmensa soll es zwei Wochen lang ein veganes Gericht zur Probe geben. Magull geht jedoch nicht davon aus, dass es besonders gut angenommen wird, denn die Zubereitung ist dort nicht einsehbar und er vermutet, dass deshalb mangelndes Vertrauen in die Echtheit eines veganen Essens viele Veganer*innen vom Kauf abhält. Die Nordmensa wird 2014 umgebaut, dabei wollen wir darauf hinwirken, dass die Küche so eingerichtet wird, dass sie einsehbar ist und die Zubereitung eines veganen Menüs problemlos möglich ist. Das in der Turmmensa angebotene vegane Menü schmeckt zwar meist gut (besonders das Auberginenmus!), ist jedoch oft auch sehr sojalastig. Deshalb haben wir vom Ökoreferat Rezepte aus anderen veganen Mensen gesammelt und an das Studentenwerk geschickt. Diese Rezepte sollen nun in den Speiseplan übernommen werden, damit er etwas abwechslungsreicher wird.
Bezüglich der Turmmensa wurde uns eine verlängerte Öffnungszeit während der Semesterferien zugesichert. Die Turmmensa wird während der vorlesungsfreien Zeit eine Woche später schließen und eine Woche früher öffnen als bisher. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten im Semester sei derzeit nicht möglich, da die Arbeitsverträge des Personals diese Überstunden nicht decken würden. Es gibt allerdings die Überlegung eine Ausweitung
der bisherigen Verträge zu ermöglichen.

Weitere Ideen

Den Vorschlag, besondere (z.B. allergieauslösende) Inhaltsstoffe in den Gerichten zu kennzeichnen, lehnte das Studentenwerk ab. Sie befürchten, dass sie in dem Fall, wenn ein Gericht z.B. als nussfrei gekennzeichnet ist, aber doch geringe Spuren von Nüssen enthält und dadurch eine allergische Reaktion ausgelöst wird, verklagt werden könnten. Um dieses Risiko zu umgehen schreiben z.B. viele Lebensmittelherstellerfirmen auf alle möglichen Produkte „kann Spuren von Nüssen enthalten“.
Mit ökologischen Lebensmitteln hat das Studentenwerk bisher leider eher schlechte Erfahrungen gemacht. Konkret: Sie hatten wohl mal eine Ladung Biokartoffeln die qualitativ sehr schlecht waren. Aus diesem Grund will Magull eher auf regionale als auf ökologische Lieferanten setzen. Dennoch kommen nur wenige der Lieferanten des Studentenwerks wirklich aus der Region. Bei diesem wichtigen Thema werden wir weiter nachhaken.
Außerdem wird demnächst (vermutlich ab Januar) das Café Central umgebaut und ein Pizza-Backofen installiert. Die Öffnungszeiten sollen nach der Fertigstellung bis 17 Uhr verlängert werden.

Wir bleiben dran

Wir werden sehr genau verfolgen, ob das Studentenwerk seine Versprechungen auch umsetzt, und, wenn nötig, weiter Druck ausüben, damit die Mensen der Uni nicht nur Versorgungseinrichtungen sind, sondern im Zuge der ökologischen Nachhaltigkeit breite, vielseitige und gesunde Alternativen zum übermäßigen Fleischkonsum anbieten.

PermakulturRaum-Projekt an der Universität Göttingen

Ein Blick in eine andere Welt, in der wir auf Dauer leben könnten.

„Leben und Leben lassen“

„Gutes Leben ohne anderes Leben und dessen Vielfalt zu beeinträchtigen“ –
Diesem Wunsch haben wir uns in unserem Selbstversuch für eine bessere Welt verschrieben.
Nördlich vom Nordcampus, in einem kleinen Garten, ist die Idee von einer umweltverträglichen, menschlichen und fairen Lebensweise auf fruchtbaren Boden gefallen. Dort leben im „Basislager“ des PermakulturRaum-Projekts derzeit drei Studierende in einer kleinen Hütte und Bauwagen – ohne Wasser- und Stromanschluss, dafür mitten im Grün. Warum?

Alternativen ausprobieren

Klimawandel, Krieg, Konsum, Krisen – es ist unübersehbar, dass die Welt derzeit im Argen liegt – nicht zuletzt aufgrund „unserer“ Lebensweise im „globalen Norden“: Langfristige Ausbeutung von Mitwelt und Menschen für eine „moderne“ Lebensweise hat dazu geführt.
Doch wie könnten Alternativen aussehen?
Anfang 2010 begonnen, versuchen wir hier genau das ergründen: Wie könnte eine langfristige, nachhaltige Lebensweise aussehen?
Dabei verstehen wir uns in erster Linie als Lernende, experimentieren, gärtnern, bauen und schauen über den Tellerrand, um uns und unser Projekt mit neuen Perspektiven und Ideen wachsen zu lassen.

Schaut es euch doch einfach einmal an!
Ihr findet uns, wenn ihr bei der Polizei nördlich der Norduni links auf den Feldweg, dann rechts bergan und dann bei der Abzweigung links fahrt. Beim zweiten Gatter des Gartens geht’s rein.
Oder schaut bei dem Modul „PermakulturRaum“ vorbei:
Mittwochs 18-20 Uhr, Geowissenschaftliches Zentrum MN 016.
Derzeit geht es mehr um die Theorie, im nächsten Semester könnt ihr dann auch bei Projekten auf anderen Flächen mit anpacken.

Jeder Mensch hat das Potential, in sich die Welt zu verändern -
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)