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Pressemitteilung: Grüne Hochschulgruppe kritisiert Polizeieinsatz auf dem Campus

Am 10.01.2012 fand im Zentralen Hörsalgebäude (ZHG) der Göttinger Universität eine Veranstaltung zum Thema „Wie sicher ist Niedersachsen?“ mit dem CDU-Innenminister Uwe Schünemann und dem Polizeipräsidenten Robert Kruse statt. Organisiert wurde die Diskussion vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), einem CDU-nahen Studierendenverband. Bereits eine gute Woche zuvor, wurden Proteste gegen die Einladung des durch menschenrechtsverletzende Abschiebepolitik und absurde Vorschläge zur Terrorismusbekämpfung in die Kritik geratenen Innenministers angekündigt. Weder das Präsidium der Universität noch der RCDS ließ sich davon beirren.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um eine bewusste Provokation des RCDS handelt. Es hätte auch jede andere Person eingeladen werden können, doch man hat sich nicht ohne Grund für einen CDU-Rechtsaußen entschieden“, so eine Sprecherin der Grünen Hochschulgruppe.

Durchgesetzt werden konnte die Veranstaltung nur durch ein Großaufgebot der Polizei auf dem Campus. Die Hundertschaft aus Hannover führte auch Hunde mit sich und setzte mehrfach Schlagstöcke gegen Studierende der Universität ein. Bei dem gewaltsamen Vorgehen und den mehrfachen Räumungsversuchen wurden mehrere Studierende gegen die Betonwände gedrückt und teilweise erheblich verletzt.

„Wir kritisieren die Gewaltbereitschaft, welche die Polizei hier auf dem Campus an den Tag gelegt hat. Dass friedlich demonstrierende Studierende in ihrer Universität zusammengeschlagen werden, ist ein nichthaltbarer Zustand“, so die Sprecherin weiter.

„Ich erinnere mich noch daran, dass der Convoy mit Uwe Schünemann abfuhr, während die Polizei ein Spalier bildete. In dem Moment, als die Autos abgefahren waren und somit eigentlich alles vorbei war, setzten die Polizist_innen ihre Helme auf und begannen die Studierenden gewaltsam zurückzudrängen“, ergänzt ein anderes Mitglied.

„Der ganze Campus war in Ausnahmebereitschaft. Das Studentenwerk hat ein Café vorzeitig geschlossen und der IT-Beratungsservice der Uni wurde eingestellt. Es sind sogar Vorlesungen aufgrund dieser Veranstaltung ausgefallen“, berichtet das Mitglied weiter.

Die Grüne Hochschulgruppe fordert auch aufgrund der Erfahrungen des heutigen Tages das Präsidium der Universität auf, in Zukunft keine Polizeieinsätze mehr auf dem Campus zuzulassen. „Dass die Universität Schauplatz eines vorgezogenen Landeswahlkampfs wird, dessentwegen Studierende um ihr Wohl bangen müssen, kann nicht hingenommen werden!“

Der Wahlkampf ist eröffnet!

…und pünktlich dazu gibt’s auch wieder ein Wahlheft und ein Kurzwahlprogramm von uns.
Außerdem stehen wir jeden Tag mit einem Stand im zentralen Hörsaalgebäude auf dem Zentralcampus. An einigen Tagen sind wir auch in der Nordmensa.

Grünphase Nr. 34 ist da!

Zum neuen Semester gibts auch wieder eine neue Grünphase. Sie wird ab nächster Woche von viele fleissigen Leuten in vielen Uni-Gebäuden verteilt. Wenn ihr vorab reinschauen möchtet oder keine Ausgabe mehr abbekommen haben solltet, findet ihr sie auch hier

PM: ADF/RCDS-AStA missachtet Parlamentsbeschluss

In der achten ordentlichen Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) wurde der Beschluss gefasst, dass der AStA eine Demonstration am 22.01.2011 unterstützen und sich aktiv daran beteiligen soll. Die Referent*innen des AStA wurden mehrfach per E-Mail und persönlich daran erinnert, diesem Beschluss Folge zu leisten. Dennoch geschah dies nicht. Die Veranstaltung wurde weder beworben, noch auf sonstige Art unterstützt. Immerhin soll die AStA Vorsitzende die Demonstration besucht haben, was allerdings in Anbetracht der Anzahl von sieben Referaten im AStA beschämend ist. Damit widersetzt sich der AStA absichtlich einem Beschluss aus dem StuPa.

Uns liegen Berichte vor, dass einzelne Referent*innen der ADF das intentionale Vertrödeln des Beschlusses als AStA-interne Vorgehensweise vorgeschlagen haben. Dies hat sich offensichtlich durchgesetzt. Der ADF/RCDS-AStA handelt damit wider die Grundsätze der parlamentarischen Demokratie und zeigt erneut seine Ignoranz gegenüber den Studierenden, die im Wohnheim Rote Straße leben, sowie gegenüber politischem Engagement im Allgemeinen. Die Grüne Hochschulgruppe zeigt sich schockiert von dieser neuesten Entgleisung des AStA. „Die demokratischen Prinzipien waren in der ADF schon vorher zur Fassade verkommen, aber der aktuelle Fall übertrifft die bisherigen Erfahrungen. Dass Regierungen ihre Parlamente ignorieren, kennt man bisher zumeist von diktatorischen Staatssystemen“, sagt ein Mitglied der Grünen Hochschulgruppe.

Die Grüne Hochschulgruppe Göttingen

Interview mit der AStA-Vorsitzenden

Nun ist die neue Nummer unser Zeitung GrünPhase erschienen. Für diese Sonderausgabe haben wir ein Interview mit der AStA-Vorsitzenden Susanne Peter (ADF) geführt und sie zu den verschwundenen 25.000€ aus den Kassen der selbstverwalteten Studierendenschaft befragt.
Aber lest selbst…