GHG-Einstiegsabend am 15.05.17

Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem Einstiegsabend ein!

Wie können ökologische Interessen in Studierendenparlament, AStA, Fachschaften und Kommissionen und sonstwo an der Uni vertreten werden? Wieso ist das sinnvoll und macht auch noch jede Menge Spaß? Was unterscheidet die GHG von anderen Hochschulgruppen? Was liegt uns außer Nachhaltigkeit noch so am Herzen? Und wer ist eigentlich Erik*a?

Diese Fragen möchten wir euch am Montag, den 15.5. in gemütlicher Runde beantworten. Los geht es um 20.15 Uhr im AStA-Gebäude in der Goßlerstraße 16a. Über Foodsharing organisieren wir auch gern wieder leckeres Essen. Danach wollen wir, vorausgesetzt ihr habt Lust, noch in eine Bar am Z-Campus und da mit euch weiter schnacken.

Wir freuen uns auf euch!
Eure GHG

Salafismus als Protestkultur – Wie können wir der Szene in Niedersachsen begegnen?

Vortrag und Diskussion
30.05.2017 | 19:00 Uhr | ZHG 008 | Uni Göttingen
Veranstaltet von der Grünen Jugend Göttingen, in Kooperation mit der Grünen Jugend Northeim und der Grünen Hochschulgruppe Göttingen

In den letzten Wochen und Monaten machten Razzien gegen Salafisten, die laut Sicherheitsbehörden Anschläge geplant hatten, in Südniedersachsen Schlagzeilen. Vor dem Hintergrund der terroristischen Akte in Berlin, London und anderen inner- und außereuropäischen Städten sind das Nachrichten, die Angst auslösen und verunsichern können. Und solche Ängste werden von vielen Gruppen gezielt geschürt, um „den Islam“ als Feindbild zu brandmarken, Muslime & Geflüchtete pauschal zu stigmatisieren, einen Keil zwischen Muslime und Nicht-Muslime zu treiben und damit die Gesellschaft zu spalten oder instrumentalisiert, um Wahlkampf zu betreiben. Eine kritische Einordnung, die ohne Stereotypisierungen oder Verharmlosungen auskommt, ist deshalb dringend notwendig. In der Veranstaltung „Salafismus als Protestkultur – Wie können wir der Szene in Niedersachsen begegnen“ soll diskutiert werden, warum sich insbesondere junge Menschen dem Salafismus und auch seinen dschihadistischen Ausformungen bzw. Strömungen zuwenden.

In der Veranstaltung sollen auch Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Bundesländer aufgezeigt und dargestellt werden, warum Prävention und Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen nachhaltigere Erfolge bringen, als eine oft von Aktionismus getriebene Verschärfung von Sicherheitspolitik.

Die Referentin Nina Käsehage ist Historikerin und Religionswissenschaftlerin und hat ihre Doktorarbeit zur salafistische Szene in Deutschland und ihren europäischen Vernetzungen verfasst. In diesem Zusammenhang führte sie insgesamt 175 Interviews mit namhaften Predigern und AktivistInnen. Nina Käsehage hat Lehraufträge an der Georg-August-Universität Göttingen und ist seit kurzem Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock. Sie ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der Salafismus-Forschung, tritt regelmäßig in Fernsehen und Radio auf und beschreibt in ihrem 2017 veröffentlichten Buch „Dschihad als Ausweg“, warum sich junge Frauen religiös radikalisieren. Zudem betreut sie ehrenamtlich Eltern und Angehörige von radikalisierten jungen Menschen und konnte zusammen mit deren Eltern bislang 35 Ausreiseversuche von DschihadistInnen nach Syrien und den Irak verhindern.

Wer denunziert hier eigentlich wen?

Prof Dr. Achim Spiller, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Bundesagrarministeriums und Finanzdekan der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften, publizierte zusammen mit Theresa Bernhardt, einer Mitarbeiterin seines Lehrstuhls „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“, in der Samstagsausgabe der FAZ vom 14.01. einen Gastkommentar. Sie bezogen Stellung zu Fehlentwicklungen innerhalb der Agrarindustrie, wie Überbelegung oder unerlaubtem Medikamenteneinsatz und plädierten für häufigere Kontrollen, der Förderung von Whistleblowing und einer besseren Qualifizierung und verstärkten Objektivität der Prüforgane.

Akademiker*innen, die ihren sprichwörtlichen Elfenbeinturm verlassen und mit ihren Erkenntnissen die öffentliche Debatte bereichern, sind eigentlich sehr begrüßenswert. Die Fachschaft der Agrar-Fakultät, welche komplett von der ADF-Untergruppe „Unabhängige Landwirte“ gestellt wird, sah dies anders. In einem bei Facebook am 22.01.17 veröffentlichten Brief wird Prof. Spiller durch die Fachschaft „Bestürzung“ und „maßlose Enttäuschung“ glatt im Namen der Studierendenschaft der Agrar-Fakultät ausgesprochen. Darüber hinaus wird im Artikel die „Denunziation eines gesamten Berufsstandes“ gesehen und die darin enthaltenen Schilderungen als „aggressive, populistische Schuldzuweisungen“ betitelt. Der Brief wurde anschließend dankend von verschiedenen regionalen, wie bundesweiten bäuerlichen Interessens- und Lobbyverbänden verbreitet und durch weitere teils unsachliche Kritik ergänzt. Die „Interessensgemeinschaft der Schweinehalter“ bspw. unterstellt den von Spiller und Bernhardt ausgeführten Sachverhalten innerhalb der Nutztierhaltung pauschal Realitätsferne und betitelt den FAZ-Kommentar in Gänze gar als so „überflüssig wie ein Kropf“.

Doch genau das ist er nicht! Herr Prof. Dr. Spiller stieß sowohl bundesweit als auch hier an der Göttinger Agrarfakultät eine schon längst überfällige Debatte an und plädiert damit für nicht weniger als eine kritische, zeitgemäße Hinterfragung der Wagenburgmentalität vieler Landwirte.
Spiller selbst stellte sich vergangene Woche Montag indes in einem überfüllten Hörsaal der Diskussion und unterlegte seine geschilderten Sachverhalte mit eigenen Forschungsergebnissen. Vertreter*innen der Fachschaft Agrar wollten, trotz mehrmaliger Bitte seitens der Moderation, ihre zuvor deutlich aufgeworfene Kritik im Rahmen der Veranstaltung nicht wiederholen.

Als GHG möchten wir uns klar positionieren und uns bei Menschen wie Herrn Prof. Dr. Achim Spiller und Theresa Bernhardt für ihr Wirken in die öffentliche Debatte hinein bedanken. Industrielle Tierhaltung birgt besondere Verantwortung und rechtfertigt, auch unter dem Gesichtspunkt zunehmender ökonomischer Zwänge, ein besonders hohes Maß an Regulierungen. Es geht nicht darum „armen“ Bauern zu schaden, sondern nachweislich vorhandene Fehlentwicklungen innerhalb der Nutztierhaltung offen zu thematisieren und schließlich, auch aus Eigeninteresse, entgegenzuwirken. Geschieht dies an Stellen wie einer Göttinger Fakultät, welche sich nicht gerade mit großer Distanz zur Agrar-Wirtschaft rühmen kann, umso besser.

Grüne Hochschulgruppe Göttingen, 01.02.2017

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Der ursprüngliche Artikel vom 14.01. ist leider nicht online verfügbar. Allerdings hat die FAZ mittlerweile auch der Reaktion der Agrar-Fachschaft einen Artikel gewidmet. Dieser ist hier nachzulesen.

Der Offene Brief der Fachschaft Agrar findet sich hier auf Facebook. Ein Blick in die Kommentare lohnt sich ebenfalls, um die Dimension der aufgebrachten Reaktionen zu begreifen.

Doppelseitiger Druck wird Standardeinstellung!

Ab dem 01.02.17 wird der so genannte Duplexdruck, also das beidseitige Bedrucken von Papier, zur Standardeinstellung an den Follow-Me-Druckern.
Natürlich können in den Druckeinstellungen auch weiterhin verschiedene Modi, wie beispielsweise einseitiges Drucken, ausgewählt werden.

Wir freuen uns, dass wir als GHG und als Öko-Referat des AStA der Universität Göttingen auf diese Veränderung hinwirken konnten. Ein kleiner, aber feiner Schritt. Und auch bezüglich Recyclingpapier bewegt sich schon so einiges.

Nähere Infos zu Follow-Me und Druckeinstellungen und so, sind hier zusammengefasst.

Wahlergebnisse 2017

Alle drei Semestertickets wurden angenommen, was uns sehr freut. Die erneut niedrige Wahlbeteiligung von 31,5% finden wir hingegen ganz ehrlich gesagt nicht so cool.

Für das Studierendenparlament haben sich unklare Mehrheitsverhältnisse ergeben. Unsere bisherige AStA-Koalition hat die Summe an Sitzen zwar gehalten, erreicht aber nicht mehr die nötige die Mehrheit im Parlament, da sich dieses um zwei Sitze auf 63 vergrößert.

Wir werden das Ergebnis in aller Ruhe auf unserem GHG-Plenum am Montag besprechen und sicherlich allerhand Gespräche mit anderen hochschulpolitischen Gruppen führen.

Die Wahlergebnisse en dé­tail gibt es hier. Außerdem hat der AStA die einzelnen Ergebnisse als übersichtliche Tortendiagramme hier aufbereitet.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!