Uniwahlen vom 17. bis 19. Januar 2017

Das neue Jahr startet, der erste Schnee fiel nun endlich mal in Göttingen und zeitnah finden auch schon wieder die jährlichen Uniwahlen statt. Genauer gesagt vom 17. bis 19.01.17. Auf der Homepage des AStA findet ihr noch mal alle wichtigen Infos zusammengefasst. Unsere Grünphase samt unser Inhalte, Forderungen und Visionen für eine sinnvolle und ökologische Hochschulpoltik folgt ebenso zeitnah.

Grünphase Oktober 2016

Yeah! Seit letztem Frühjahr gibt es wieder einen linken, basisdemokratischen AStA in Göttingen und auch wir sind mit dabei, indem wir uns, neben dem Vorsitz, im Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit engagieren. In unserer Grünphase Oktober 2016 ziehen wir ein erstes Fazit unserer bisherigen AStA-Arbeit, geben einen kleinen Überblick über verschiedene Fairtrade-Siegel, stellen einen äußerst wichtigen und coolen Film vor und allerlei mehr. Und natürlich gibt es auch wieder ein leckeres (und einfaches) Rezept.

Beste Grüße und einen erfolgreichen Start ins neue Semester,
eure GHG

Wahlausgabe der Grünphase 2016

Liebe Menschen!
Es ist wieder so weit: Die Uniwahlen stehen an. Vom 19. bis 21. Januar werden die Hochschulgruppen wieder durch bunte Plakate, Postkarten, Buttons
und allerlei Leckereien um eure Gunst buhlen, damit ihr dann eure Kreuzchen setzt. Wie jedes Jahr findet gerne mal ein verdecktes Tauschangebot statt: Waffeln gegen Stimmen. Durch kulinarische Angebote soll die politische Meinungsbildung abgekürzt werden: Politische Inhalte treten bei politischen Wahlen in den Hintergrund. Ist ja auch ganz praktisch, so müsst ihr euch keine Gedanken darum machen, wie unsere Uni aussehen soll, welche Interessen der AStA für euch vertreten soll, wie die Wohnraumproblematik gelöst werden kann, wie und ob das Stilbrvch ausgegründet werden soll
oder wie frei und selbstbestimmt ihr an dieser Universität studieren wollt.
Wie? Diese Fragen brennen euch aber doch unter den Nägeln? Ihr wollt, dass sich eine studentische Interessenvertretung in einer Studistadt wie Göttingen nicht nur mit Serviceangeboten beschäftigt, sondern sich auch kritisch mit den Strukturen der Universität beschäftigt? Ihr findet auch, dass die Uni ein politischer Ort ist, an dem auch Dinge diskutiert und selbstbestimmt verändert werden sollten, die die Gesellschaft in der wir leben betreffen? Ihr wollt mehr Freiräume und eine ökologischere Universität? Ihr wollt aufgrund von Inhalten und politischen Standpunkten entscheiden, wo ihr euer Kreuz setzt, und nicht über Bestechungsversuche in Waffel-, Glühwein- oder Schnapsform? Dann versteht ihr vielleicht, warum die Grünphase der zentrale Punkt des Wahlkampfs der GHG ist, obwohl ihr sie nicht mal essen oder trinken könnt.

In der Grünphase stellen wir uns als Gruppe vor, informieren euch darüber wie und was ihr wählen könnt, und stellen in einigen Beiträgen politische Meinungen und Positionen vor, die in unserer Gruppe vorkommen.

Von dieser Wahl hängt viel ab! Der AStA hat in den vergangenen zwei Jahren durch Unfähigkeit und Nichtstun geglänzt und durch interne Zankereien,
und sexistisches und rassistisches Mackertum Aufmerksamkeit erregt. Auch darüber werdet ihr in dieser Publikation lesen können. Die letzten beiden Jahre in der Göttinger Hochschulpolitik zeigen deutlich, dass ADF und RCDS nicht in der Lage sind, mit vollem Engagement für studentische Interessen einzustehen. Wir wollen das besser machen und Projekte vergangener linker Asten wieder zum Leben erwecken bzw. aktiv unterstützen. Dazu gehören das selbstverwaltete Stilbrvch, emanzipatorische und kritische Veranstaltungsreihen zu Politischer Bildung, Ökologie und Geschlechterverhältnissen, die Unterstützung von Demonstrationen (zum Beispiel gegen Naziaufmärsche und für ein selbstbestimmtes Studium). Wir solidarisieren uns mit Initiativen, die Geflüchtete willkommen heißen. Wir wollen uns in den städtischen politischen Diskurs einbringen, weil die Universität kein von der Gesellschaft abgekapselter Raum ist! Wir möchten gerne das offene Atelier wiedereröffnen und auch einen neuen Umsonstladen einrichten!
Außerdem steht die GHG dafür ein, über den Tellerrand der Universität zu blicken und sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Dafür wollen wir auch mehr Freiräume an der Universität schaffen, die es erlauben dem reinen Studienalltag zu entfliehen. Ihr wollt noch mehr darüber wissen,
wofür sich die GHG interessiert und was wir so vom aktuellen AStA halten? Dann blättert doch einfach noch ein bisschen in der Grünphase, oder
kommt in der Wahl(kampf)woche an unserem Stand im ZHG vorbei. Falls ihr kurz und knapp gebündelt wissen wollt, wofür wir einstehen, werft einfach einen Blick auf unser Kurzwahlprogramm.

Wahlausgabe der Grünphase 2014

Liebe Men­schen,

Vom 21. -23. Ja­nu­ar sind wie­der Uni­wah­len! Geht alle hin und gebt eure Stim­me ab.

Zu der Ge­le­gen­heit haben wir mal wie­der eine Grün­pha­se ver­fasst, die ihr hier zu­sam­men mit dem Kurz­wahl­pro­gramm als di­gi­ta­le Ver­sio­nen fin­det:

Wahlausgabe der Grünphase 2014

Darin fin­det ihr unter an­de­rem einen Text dar­über, was wir das ver­gan­ge­ne Jahr im AStA so getan haben, eine Anleitung zum Saatbomben bauen und Ar­ti­kel zu ver­schie­dens­ten Extremismus, die Zukunft des Stilbrvchs und Lohnarbeit.

Dieses Jahr gibt es von uns zudem wieder Postkarten und Plakate, die findet ihr bei Facebook:

Wir wün­schen euch viel Spaß und freu­en uns, wenn ihr uns an un­se­rem Stand im ZHG be­sucht!

Solidaritätserklärung der Grünen Hochschulgruppe Göttingen mit der Grünen Jugend Göttingen und den Jusos Göttingen

Anlässlich des laufenden Bundestagswahlkampf hat die Göttinger Kampagne „Alles muss man selber machen“ dazu aufgerufen, rechte Wahlkampfwerbung aus dem Stadtbild zu entfernen. Die Grüne Jugend Göttingen hat erklärt, dass sie die Kampagne unterstützt und wurde daraufhin massiv von Anhänger_innen der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ diffamiert und bedroht. Nachzulesen sind die erschreckenden Bedrohungen, die bis hin zu indirekten Morddrohungen gehen, auf der Homepage der GJ. Daraufhin zeigten sich die Jusos Göttingen solidarisch mit der GJ und erklärten ebenfalls ihre Unterstützung der antifaschistischen Kampagne. Auch sie wurden daraufhin diffamiert.

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) Göttingen zeigt sich mit den beiden Gruppen solidarisch und unterstützt wie diese die Kampagne „Alles muss man selber machen“. Wir halten die Kampagne für ein sinnvolles Mittel, gegen Rechtspopulist_innen, Nazis und Rassist_innen im Wahlkampf vorzugehen. Diese reproduzieren durch ihre Plakate und Auftritte Phänomene wie Rassismus, Xenophobie und Antisemitismus, die noch immer Alltag in der deutschen Gesellschaft sind. Dem gilt es entgegen zu wirken.

Die GHG Göttingen zeigt sich außerdem solidarisch mit allen Menschen, die am vergangen Samstag gegen die Kundgebungen der rechten Partei „pro Deutschland“ demonstriert haben und diese erfolgreich behindert haben. Die Partei, die vor allem durch die Hetze gegen Migrant_innen und sozial schwache Menschen auffällt, plante am Wochenende drei Kundgebungen in Göttingen abzuhalten. Daran wurden sie durch das antifaschistische Engagement mehrerer hundert Bürger_innen, Anwohner_innen und Demonstrant_innen gehindert. Diese blockierten Kundgebungsorte und Straßen und übertönten lautstark die rassistischen Pöbeleien der „pro Deutschland“-Anhänger_innen.

Außerdem kritisiert die Grüne Hochschulgruppe das gewalttätige Vorgehen der Polizei gegen Demonstrant_innen. Polizist_innen schlugen am Samstag mit Schlagstöcken auf einzelne Demonstrierende ein und räumten friedliche Sitzblockaden mit äußerster Härte. Mindestens ein Demonstrierender wurden von einem Polizeihund gebissen. Angesichts dessen, dass Hunde nicht wirklich kontrollierbar sind und ernsthafte Verletzungen verursachen können, fordern wir die Abschaffung von Polizeihunden bei Demonstrationen. Wir verurteilen dieses gewaltsame Vorgehen der Behörden gegen Menschen, die sich gegen Rassismus, Neonazismus und Xenophobie engagieren.

Doch nicht nur von der Polizei ging Gewalt aus: Der Anmelder der „pro Deutschland“-Kundgebungen Lars Seidenstricker, der auch Bundesgschäftsführer seiner Partei ist, trat einen Anwohner, nachdem dieser ihm ein Mikro aus der Hand gerissen hatte. Daraufhin wurde Seidenstricker von der Polizei festgenommen und „pro Deutschland“ musste sich einen neuen Anmelder suchen.

Auch gewalttätig wurden drei Burschenschafter des Corps Hannovera: Diese griffen Demonstrant_innen an, als diese die Zufahrt der „pro Deutschland“-Aktivist_innen auf den Albaniplatz verhinderten und flüchteten anschließend von der Polizei geschützt in ihr Verbindungshaus. Wir verurteilen diese Angriffe und Gewaltanwendungen aufs Schärfste. Sie zeigen einmal mehr, welche Gefahr von Rechts ausgeht und dass im Engagement gegen Nazis kein Verlass auf die staatlichen Behörden ist. Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und werden uns weiterhin gegen Rassist_innen, Nazis und rechte Burschis einsetzen!

Die Grüne Hochschulgruppe Göttingen